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Auswandern nach Kanada

Kanada – der rohstoffreiche Riese mit viel Natur und wenig Menschen

Kanada FlaggeKanada besitzt nur eine über 8.800 km lange Landgrenze zu den USA, ansonsten grenzt es an keinen anderen Staat. Es liegt in Nordamerika und Kanada reicht vom Atlantikschen Ozean im Osten bis zum Pazifik im Westen, im Norden reicht es bis zum Arktischen Ozean. Kanada hat eine Landfläche von über 9,98 Mio. qkm und ist damit flächenmäßig, nach Rußland der zweitgrößte Staat der Erde. Kanada zählt zu den reichsten Ländern der Welt, u.a. wegen seinem Rohstoffreichtum. Das Land hat maßgebliche Vorräte an Erdöl, Erdgas, Alumium, Kohle und Uran.

Allerdings hat Kanada nur ca. 33 Mio. Einwohner, was einer Bevölkerungsdichte von 3,2 pro qkm entspricht. Damit ist Kanada eines der dünnst besiedeltsten Staaten der Erde. Kanada ist genauso wie die USA und Australien ein klassisches Einwanderungsland. Die heutigen Kanadier stammen hauptsächlich von Briten, Franzosen, Deutschen, Niederländern und Osteuropäern ab. Seit einigen Jahren wandert verstärkt Menschen aus Fernost in Kanada ein, viele Hongkong-Chinesen in die Region um Vancouver im äßersten Westen des Landes.

In Kanada leben aber auch die First Nations (Indianer), die Inuit und die Metis (Mischvolk). Die Metis sprechen sogar mit Michifeine eigene Sprache. Amtssprachen Kanadas sind Englisch und Französisch. Die meisten französischsprachigen Einwohner lkeben zwar in Quebec, es gibt jedoch u.a. auch starke frankophone Minderheiten in Ontario, Nova-Scotia und New Brunswick. New Brunswick ist die einzige Provinz, die zweisprachig ist. Quebec ist nur fanzösischsprachig (!), alle anderen nur englischsprachig.

Auswandern Kanada Karte

Provinzen und Politk
Die Provinzen Kanadas lauten von Westen nach Osten: British-Columbia, Alberta, Saskatchewan, Manitoba, Ontario, Quebec, Neufundland und Labrador, New Brunswick (Neubraunschweig), Prince-Edward-Island und Nova Scotia (Neuschottland). Außerdem gibt es noch das Yukon-Territory, die Northwest-Territories und Nunavut, dem Autonomiegebiet der Inuit. Die kanadische Provinzen haben ein weitgehendes Maß an Eigenständigkeit (u.a. Steuern, Bildung, Gesundheit, Wirtschaft und Kultur) gegenüber dem Bund, dessen Oberhaupt übrigens die Queen von England ist. Auch bei der Einwanderung nach Kanada, gibt es z.B. eigene Programme der Provinzen. Kanada ist eine parlamentarische Monarchie, die noch Mitglied im Commonwealth ist, mit bundesstaatlicher Organisation.

Natur und Mensch
Städtische Ballungsräume gibt es eigentlich nur entlang der Grenze zu den USA. Wichtigste Städte sind Toronto, Montreal, Vancouver und die HauptstadtOttawa. Außerdem auch Calgary, Edmonton, Winniepeg, Hamilton und Quebec. Das Klima Kanadas reicht vom Polarklima hin zu gemäßigten Breiten. Es gilt als boreal mit langen, kalten Wintern und kurzen, heißen Sommern. Ein besonderes Highlight ist der Indian Summer, der besonders im Herbst in den Provinzen Nova Scotia und New Brunswick zu bewundern ist.

Das Hotel Fairmont Chateau, Lake Louise im Banff-Nationalpark
Kanadas Landschaft ist zunächst einmal eins: Gigantisch. Aufgrund seiner riesigen Fläche und dünnen Besiedlung bleibt viel Platz für seine endlosen Wälder, Seen und Tundrenlandschaften. Im Süden der Prärieprovinzen Alberta, Saskatchewan und Manitoba findet man Graslandschaften (Präriegras) um Norden Wald. Die Graslandschaften sind jedoch vielfach dem Weizengürtel Kanadas gewichen. Im Westen Kanadas dominieren die Rocky Mountains, die Gebirge verlaufen von Norden nach Süden und enden in Fjordlandschaften British-Columbias. Der höchste Berg Kanadas ist der Mount Logan (Yukon T.) mit 5.959 m. Der Osten Kanadas wird von den Apalachen geprägt. Mit über 3.000 km ist der Sankt-Lorenz-Strom der wichtigste Fluss Kanadas und eine wichtige Wasserstraße.
Mit über 2 Mio. (!) Seen ist Kanada besonders seenreich. Über 550 Seen sind größer als 100 qkm, der größte allein zu Kanada gehörden See ist der Große Bärensee (ca. 31.000 qkm). Dieser See ist in etwa so groß wie Belgien.
Die Naturgebiete bedecken ca. 70 % Kanadas, die in über 40 National- und etlichen Provinzparks geschützt wird. Größer Nationalpark ist der Wood-Buffalo-Park. Neben riesigen Tunderengebieten gibt es im Süden Kanadas viel Wald. Neben Nadelwald sind dies auch Mischwälder mit Ahorn, Buchen, Birken und Kiefern. Im äußersten Süden auch reine Laubwälder mit Eichen, Ulmen und Kastanien. In Kanadas Natur finden auch Tiere wie Elche, Karibus, Bider, Marder, Präriehasen, Bisons, Luchse und Bären viel Platz. In den Tundren leben noch Moschusochsen, Polarwölfe, Polarhasen und Polarfüchse, außerdem Lemminge und Vielfraße. In der Arktis auch Wale, Seehunde, Walrosse und Polarbären.
Auch die Vogelwelt ist üppig, man findet seltenen Vögel wie den Weißkopfseeadler, Kardinal und Marmelalk. Tierfreunde werden in Kanada sicher fündig. Viele Seengebiete sind im Sommer wegen immenser Mückenpopulationen allerdings fast unzugänglich. Auswandern nach Kanada ist der Traum von vielen Menschen, aber Englisch und je nach Region auch Französisch sollten beherrscht werden.

Weitere Informationen zum Auswandern nach Kanada finden Sie hier:
Die Botschaft von Kanada in Deutschland: www.canadainternational.gc.ca
Unabhängige Zeitung für Deutschsprechende: Deutsche Rundschau/Kanada Rundschau
Infos zu Kanada: canada.com
Die Regierung von Kanada: http://canada.gc.ca
Auslandsangelegenheiten und internationaler Handel Kanadas: www.international.gc.ca