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Auswandern nach Uruguay

Uruguay – Hazienda am Rio Plata

Uruguay flaggeUruguay ist nach Surinam das kleinste Land Südamerikas. Es grenzt an Brasilien und Argentinien. Wegen seiner, gemessen an südamerikanischen Maßstäben, stabilen politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse, wird es auch die Schweiz Südamerikas genannt. Die Internetendung ist .uy, das Kfz-Kennzeichen ROU. ROU steht für den offiziellen Staatsnamen República Oriental del Uruguay (Republik östlich des Uruguay). Bezahlt wird in Uruguay mit dem Uruguayischen Peso.

Fussballbegeisterung der Urus
Vielen ist Uruguay durch seinen Nationalsport, dem Fußball bekannt. Das kleine Land wurde 1930 im eigenen Land zum ersten Fußballweltmeister der Weltgeschichte. 1950 gelang es den Urus durch einen Sieg über Brasilien in Rio de Janeiro erneut den WM-Titel zu erringen. Regelmäßig nimmt es immer noch an den Weltmeisterschaften teil, leider nicht mehr ganz so erfolgreich wie früher.

Basiswissen über das Land am Rio de la Plata
Die Amtssprache Uruguays ist Spanisch, aber auch Italienisch ist weit verbreitet. An der Grenze zu Brasilien spricht man auch Portunol, eine Mischsprache aus Spanisch und Brasilianisch. Die uruguayische Version des Spanischen hat, bedingt durch die Nähe Brasiliens, einige portugiesische Einflüsse. Die Bevölkerung von Uruguay besteht hauptsächlich aus Nachfahren der Einwanderer aus Spanien und Italien. Allerdings hat Uruguay auch einen relativ hohen Anteil deutschstämmiger Einwanderer aufzuweisen. Die ursprünglichen Ureinwohner Uruguays, die Indianer (Charruas u.a.) wurden ausgerottet. Heute leben jedoch noch 8% Mestizen in Uruguay. Daneben sind 4% der Bevölkerung afrikanischen Ursprungs.
In den letzten Jahrzehnten sind viele Uruguayos ausgewandert. Hauptzielländer waren Argentinien, Brasilien, Spanien, die USA und Australien. U.a. deshalb hat die Bevölkerung Uruguays nur eine niedrige jährliche Zuwachsrate, die Bevölkerung ist daher etwas überaltert.

Auswandern Uruguay Karte

Uruguay wurde 1516 von den Spaniern erobert. Nach dem Zerfall des spanischen Kolonialreichs, geriet es unter die Kontrolle Argentinien und später Brasiliens. Uruguay erklärte sich am 25. August 1825 für unabhängig. Diese konnte es trotz der erhobenen Ansprüche Argentiniens und Brasiliens bewahren. Im 20 Jahrhundert setzte eine Demokratisierung mit Sozialstaat ein, jedoch übernahm 1973 in einer Wirtschafts- und Sozialkrise das Militär die Macht. 1985 fanden wieder demokratische Wahlen statt. Seitdem ist Uruguay wieder ein demokratisches Land mit einer Präsidialrepublik. Den Nationalfeiertag feiert man am 25. August, den Unabhängigkeitstag.

Das Land der Flüsse

Das Land ist benannt nach dem Fluss Uruguay, der die westliche Grenze zu Argentinien bildet. Geografisch ist Uruguay eine Fortsetzung der argentinischen Pampa. Nur 5% des Landes sind bewaldet, dafür gibt es weite Gras- und Weidelandschaften. Das Land ist etwas hügelig und im Süden flach mit steil abfallenden Küsten. Der höchste Berg Uruguays ist der Cerro Catedral mit gerade einmal 514 m Höhe. Uruguay verfügt über meist fruchtbare Böden, so dass die Landwirtschaft gute Bedingungen vorfindet. Dies ermöglicht Uruguay eine stark exportorientierte Landwirtschaft.
Typisch für Uruguay sind hohe Präriegräser, einheimische Hartholzbäume sind u.a. Urunday, Lapacho, Jacaranda, Weiden und Akazien. Eingeführt wurden u.a. Eichen, Zedern und Zypressen. Zum Schutz vor Versandung wurden in den Küstengebieten Kiefern und Eukalyptus aufgeforstet.
In Uruguay findet man auch Wildkatzen, Gürteltiere, Ameisenbären, Wild und Otter (auch den Riesenfischotter). Bekannte Vogelarten sind Geier, Kanincheneulen, Sittiche, Kolibris, Schwäne (auch schwarzhalsige Schwäne) und Wildenten. Selten geworden sind der Puma, Tapire und Nandus. An Reptilien kommen Echsen, Schildkröten und auch Klapperschlangen vor. Die heimischen Alligatoren leben nur im oberen Flusslauf des Uruguay. Nach Alaska findet man in Uruguay auf der Isla de Lobos (Robbeninsel) vor Punta del Este, die zweitgrößte Kolonie von Seehunden und Seelöwen. Vor den Küsten Uruguays findet man ferner Wale, Delfine und Haie.

Mediterranes Klima mit Pamperos
Uruguay hat ein subtropisch bis gemäßigtes Klima, ähnlich dem Mittelmeerklima. Die Jahreszeiten sind ausgeprägt. Der Norden ist feuchter als der Süden, im Winter ist es trockener als im Sommer. Da Uruguay nicht von Gebirgen abgeschirmt ist, dringen häufig kalte Luftmassen aus der Polarregion. Auch sehr heftige Südwestwinde, die Pamperos treten auf. Die Pamperos treten gerne im Winter auf und hinterlassen deutliche Beschädigungen, besonders innerhalb der Küstenregion.

Bekannteste Stadt Uruguays ist zugleich die Hauptstadt Montevideo. Hier lebt fast die Hälfte der 3,3 Mio. Einwohner des dünn besiedelten Landes. Sie ist das kulturelle, wirtschaftliche und politischen Zentrum des Landes. Die Stadt gilt immer noch als sehr sicher und ist außerdem auch ein zentraler Ort der lateinamerikanischen Politik (u.a. Sitz der Organisationen ALADI und Mercosur). Wegen der Dominanz Montevideos, wird Uruguay gerne auch scherzhaft als eine riesige Hazienda bezeichnet, wobei Montevideo das Farmgebäude ist und der Rest des Landes die Felder.
Bekanntester Badeort in Uruguay ist Punta del Este. Hier trifft sich im Sommer die mondäne Welt Südamerikas. Dann finden hier auch Events wie Segelregatten und Modeschauen statt.
Uruguay hat seinen Namen nicht durch Zufall von einem Fluss erhalten. Der kleine Staat ist sehr wasserreich, verfügt über einige Stauseen (der größte ist der Rincon del Bonete) und wird von einem üppigen Gewässernetz durchzogen. 2004 fand eine Volksabstimmung statt, seitdem hat das Recht der Menschen auf freien Zugang zu Trinkwasser Verfassungsrang. Damit hat Uruguay international eine Vorreiterrolle übernommen.

Solide Wirtschaft aber anfällig für Krisen im Nachbarland
Die Marktwirtschaft Uruguays hat einen starken öffentlichen Sektor. Aufgrund der geografischen Lage ist die uruguayische Wirtschaft eng mit der Argentiniens verflochten. Dies macht das Land anfällig für die Krisen im Nachbarland. Trotzdem ist die Schere zwischen Arm und Reich in Uruguay nicht ganz so weit, wie in anderen lateinamerikanischen Staaten. Die Wirtschaft baut hauptsächlich auf die Landwirtschaft auf, wo insbesondere die Viehwirtschaft hervorsticht. Insbesondere im Bereich Schaf- und Rinderzucht ist das kleine Land erfolgreich.
Uruguay ist einer der größten Wollexporteure der Welt. Auch das Fleisch und das gewonnene Leder werden exportiert. Der Weinanbau in Uruguay dient jedoch größtenteils nur dem heimischen Markt. Weizen, Reis, Tomaten und Mais werden auf den fruchtbaren Böden angebaut. Uruguays Landwirtschaft wird charakterisiert durch geringen Einsatz von Technologie, Pflanzenschutzmitteln und Düngern. Bei der Viehwirtschaft setzt man auf Weidegang in Naturweiden und viel Auslauf. Die Erträge sind in Uruguay daher niedriger als in anderen exportorientierten Produktionsländern, jedoch meist auch ökologischer.

Tourismus mit Gauchos und Hazienda-Romantik
Diesen Aspekt versucht auch der Tourismus zu nutzen, in dem das Image des Landes mit Gauchos und Hazienda-Romantik sowie einer gewissen Ursprünglichkeit wirbt. Die meisten Gäste Uruguays kommen aus Argentinien, aber auch aus Brasilien, Chile und den USA.
Für Europäer ist Uruguay nicht unbedingt die erste Wahl für die Fernreise. Trotzdem hat Uruguay einiges zu bieten, wie eine malerische Küste mit schönen Stränden, ein angenehmes Klima, eine lebhafte Hauptstadt mit Museen, Ausstellungen und Nachtleben und natürlich das Seebad Punta del Este.
Wer Südamerika kennen möchte, sollte Uruguay nicht vergessen! Auswandern nach Uruguay ist auch immer beliebter geworden.

Weitere Informationen zum Auswandern nach Kanada finden Sie hier:
Uruguay Forum mit vielen Beiträgen zum Leben und Auswandern: uruguay-forum.net

Hier finden Sie nützliche Informationen :
Portal mit vielen Informationen von Einheimischen und Insidern: uruguaynatural.net
Viele Tipps zum Auswandern – Total Uruguay Expat eBook (en): guide.totaluruguay.com
A Year in Uruguay (englischsprachiges Blog mit vielen Uruguay-Infos und Links): chuckstull.blogspot.com