Auswandern - Hurrikans - Die am häufigsten betroffenen Gebiete
Hurrikans – mit dem Vornamen in den Schlagzeilen
(EM) Hurrikans sind, genauso wie Taifune und Zyklone tropische Wirbelstürme. Die meisten entstehen im Atlantik, einige im Pazifik. Die USA, die Karibik, die Westindischen Inseln und der Golf von Mexiko sind besonders betroffen. Wenn sie im Atlantik entstehen, driften sie überwiegend nach Westen und Nordwesten ab. Es gibt aber auch aus europäischer sicht beunruhigende Ausnahmen: Vince (2005) bildete sich zwischen den Azoren und den Kanaren und wanderte Richtung Europa. Er schwächte sich allerdings dann auf ein Sturmtief ab.
Wichtige Faktoren, die zur Entstehung von Hurrikans beitragen sind die Wassertemperatur (in der Regel über 27 °C, ausgedehntes Region mit konstanten Bedingungen und eine ausgeprägte Corioliskraft (mindestens 5 Breitengrade Abstand zum Äquator). Ihre Energie erhalten die Hurrikans durch das verdunstete Oberflächenwasser. Wenn sie auf Land treffen werden sie daher schwächer, wobei auch im Binnenland noch gigantische Niederschlagsmengen abregnen können.

Bild: Der Hurrikan Katrina vor der Küste der USA
Von einem Hurrikan wird erst gesprochen, wenn der Sturm die Windstärke 12 auf der Beaufort-Skala (Orkan) erhält. Er hat dann mindestens eine Geschwindigkeit von fast 118 km/h aufzuweisen. Der Hurrikan als solches bewegt sich relativ langsam vorwärts (15 – 30 km/h). Die Hurrikansaison geht offiziell vom 01. Juni – 30. November. In dieser Zeit erhalten die Hurrikans Namen nach einem bestimmten System. Anhand des Anfangsbuchstabens kann man immer erkennen, der wievielte Sturm der Saison vorlag. Maria war z.B. der 13. Hurrikan der Saison 2005.
Hurrikans sind besonders gefährlich, da sie hohe Windgeschwindigkeiten aufweisen, dadurch hohe Wellen produzieren und üppige Niederschläge mitführen. Der Hurrikan Katrina (August 2005) hatte Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h und tobte sich auf einer Fläche von 233.000 qkm aus. Katrina zerstörte ca. 350.000 Häuser und produzierte Dammbrüche und Überschwemmungen.

Bild: Katrina hinterließ vielerorts ein Bild der Verwüstung
Die meisten Todesopfer hat aber der Große Hurrikan von 1780 gefordert. Er traf insbesondere die Inseln Martinique, St. Eustatius und Barbados und forderte ca. 22.000 Opfer. Barbados wurde nahezu vollständig zerstört. Man schätzt, dass er Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 320 km/h hatte.
Charakteristisch für Hurrikans ist das Auge des Sturms. Es befindet sich im Zentrum des Sturms und ist wind- und niederschlagsfrei. Tückisch ist das Auge insbesondere, weil früher die Menschen bei Ankunft des Auges glaubten der Hurrikan sei vorüber.
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