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La Palma – Megatsunami der Zukunft
(EM) Die idyllische Kanareninsel La Palma ist ein beliebtes Reiseziel. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und sehr bergig. Die Küste ist meist steil und schroff. Im Norden der Insel befindet sich die Caldera de Taburiente, der größte Senkkrater der Erde. Um den Krater befindet sich Gipfel zwischen 1.700 – 2.400 m. Der höchste Punkt ist der Roque de los Muchachos (2.426 m). Diese Höhen sind beachtlich für eine Insel der Größe La Palmas.
Aber nicht nur das ist besonders an der Insel. Die Insel wird durch die Vulkankette Cumbre Vieja in zwei Häften geteilt: Einen oft wolkenverhangenen Nordosten und einen meist sonnigen Süden. Der Süden hat aber noch ein anderes Merkmal: Er ist vulkanisch noch aktiv. Hier gab es erst 1971 den letzten Ausbruch dem heutigen Los Canarios, wodurch der Vulkan Teneguia entstand. Dieser ist noch nicht erlöschen und steht weiter unter Beobachtung. In der Cumbre Veija gibt es außerdem einen zwei Kilometer langen Riss. Die westliche Hälfte der Cumbre Vieja ist einige Meter nach Westen abgerutscht.

Bild: La Palma aus der Luft, gut zu erkennen: die Caldera de Taburiente und die Cumbre Vieja
Manche Geologen befürchten, dass bei weiteren vulkanischen Aktivitäten der Berghang instabil wird und bis zu 500 Milliarden Tonnen Gestein ins Meer abrutschen. Die Folge dieses Szenarios wäre ein Megatsunami, der nach nach ca. einer Stunde auf die Küste Marokkos treffen würde. Wissenschaftler nehmen an, dass die Welle eine Höhe von ca. 650 m haben könnte und mit einer Geschwindigkeit von 700 – 800 km/h über den Atlantik ausbricht.
Einige Stunden später würden Boston, New York und Florida Opfer dieses Tsunamis, der noch bis zu 20 km landeinwärts Schäden anrichten könnte. Ebenfalls betroffen wäre die Karibik und Teile Südamerikas. Eine schwächere Welle würde außerdem Portugal, Spanien, Frankreich und Großbritannien treffen. Auch in anderen europäischen Staaten könnten die Auswirkungen noch Schäden verursachen.
Eine Dokumentation der BBC, die sich mit dem Thema befasste hatte sehr viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Insbesondere nach der Tsunamikatastrophe am 26. Dezember 2004 war das Thema Tsunami in der Gesellschaft vieldiskutiert.
Ein Abbrechen der Cumbre Vieja wird von einigen Forschern als zumindest in den nächsten Jahrtausenden als unwahrscheinlich angesehen. Sie sehen einen früheren Abbruch erst beim Zusammentreffen mehrerer Faktoren wie außergewöhnlich starke Regenfälle in Verbindung mit einem starken Vulkanausbruch.
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