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FSME – die Frühsommer-Meningoenzephalitis
(EM) Die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME wird durch einen Virus ausgelöst und führt zu grippeähnlichen Symptomen, wie Fieber oder Kopf- und Gliederschmerzen. Bei etwa 10 % der Erkrankten kommt es ca. eine Woche nach dem Fiebergipfel zu einem erneuten. Dann kommt es auch zu Kopfschmerzen, Erbrechen und Hirnhautzeichen, wie Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Wenn diese Hirnhautentzündung (Meningitis) fortschreitet treten Reaktionen wie Bewusstseinsstörungen, Lähmungen und Koma auf. Die Krankheit kann sich mehrere Monate hinziehen.
Der FSME-Virus gehört zur Familie der Flaviviridae. Es kommt in drei bekannten Subtypen (Western, Siberian und Far Eastern) vor. Der Subtyp Western tritt in Europa auf und wird durch einen Stich einer infizierten Zecke übertragen. Meist ist es der Gemeine Holzbock, der beim Einstich über seine Speicheldrüse den Erreger überträgt. Die Hauptopfer von Zecken sind Mäuse, Vögel und Wild. Diese leben in Büschen, an Waldrändern und hohem Gras, deshalb ist auch der Mensch in diesen Bereichen besonders gefährdet. In Höhenlagen ab 1.000 m findet man in der Regel keine Zecken mehr.

Bild: Der FSME-Virus wird in Europa meist vom gemeinen Holzbock übertragen
Kann ein FSME-Erreger festgestellt werden, ist dies in Deutschland meldepflichtig. Zu den Risikogebieten gehören in Deutschland besonders der Schwarzwald, der Odenwald, die Bergstraße und die Region Passau. In der Schweiz treten die meisten Fälle im Kanton Zürich, Thurgau, St. Gallen, Aargau, Bern und Zug auf. Österreich dagegen zählt fast komplett zum Risikogebiet.
In Europa sind besondere Risikogebiete Estland, Lettland und Litauen. Auch Russland und Tschechien sind stark betroffen, ebenfalls die Slowakei, Polen, Ungarn, Slowenien und Kroatien sind gefährdete Zonen. In Skandinavien liegt der Schwerpunkt auf Teilen Schwedens und Finnlands, insbesondere betroffen sind die Schärengebiete. Seltener in Dänemark (stärker auf Bornholm), Frankreich, Italien und Griechenland.
Es gibt die Möglichkeit sich gegen den FSME-Erreger zu impfen. Die Wahrscheinlichkeit dann noch zu erkranken ist dann deutlich geringer als bei nicht geimpften Personen. Nicht bei allen Personengruppen ist eine Impfung aber immer sinnvoll, je nachdem sind die Nebenwirkungen (Hautreaktionen, Fieber gerade auch bei Kindern, Kopfschmerzen, Übelkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen etc.) riskant. Falls Sie einen Aufenthalt in einem Risikogebiet planen, sollten Sie sich informieren oder einen Mediziner konsultieren. Auch ansonsten kann es sinnvoll sein, an einer FSME-Impfung teilzunehmen.
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