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Malaria – der Stich der Anophelesmücke

(EM) Malaria, dieser Name steht wie kaum ein anderer für eine Krankheit, die es schafft ganze Länder in ihrer Entwicklung zu hemmen. Malaria kommt aus dem italienischen Mal Aria = Schlechte Luft. Der Franzose Alphonse Laveran erforschte 1888 den Erreger, vorher wurde vielfach geglaubt der Erreger sei schlechte Luft in der Nähe von Sümpfen. Daher entstand der Name. Weitere Namen sind Wechselfieber oder Sumpffieber. Jedes Jahr erkranken Millionen von Menschen an dieser Tropenkrankheit und sterben an dieser Infektion.

Malaria ist einer der Hauptgründe, warum verschiedene Länder Afrikas wirtschaftlich nicht auf die Beine kommen. Malaria blockiert in vielen Ländern die touristische Entwicklung und schreckt außerdem Investoren ab. Vielfach wird kritisiert, dass die internationale Forschung Malaria lange Zeit vernachlässigt habe, da nur Länder und Menschen mit wenig Kaufkraft betroffen waren. In der Tat ist es erstaunlich, dass eine Impfung immer nicht möglich ist. 

anopheles-mücke malaria

Bild: Die Anopheles-Mücke kann Malaria übertragen

Besonders gefährdet sind Kinder unter 5 Jahren. Meist leben diese in den ungefähr 100 Ländern weltweit, wo diese Krankheit vorkommt. Etwa 40% der Weltbevölkerung leben in Malariagebieten und sind deshalb besonders gefährdet.

Aber auch Touristen und Flughafenbedienstete gehören zum gefährdeten Personenkreis. Der Überträger dieser Krankheit ist die Anophelesmücke. Es gibt verschiedene Erreger, der gefährlichste ist Plasmodium falciparum. Die roten Blutkörperchen werden von ihm befallen, dort vermehren sie sich, später platz das Blutkörperchen und die Erreger verteilen sich weiter. Die Zerstörung der roten Blutkörperchen führt zu einem Fieberschub, der sehr belastend für den Körper ist. Malaria ist meldepflichtig, die Symptome sind Fieber, Schüttelfrost, schneller, Puls, Gelenkschmerzen, Magen-Darm-Probleme und Krämpfe. Auch Lungenödeme, Schockzustand, Koma und Nierenversagen drohen.

Eine besondere Gefahr ist, dass man Malaria mit einer Erkältung verwechselt. Im Anfangsstadium sind die Symptome noch ähnlich. Beim geringsten Verdacht sollte daher ein Arzt konsultiert werden. Eine frühe Behandlung ist wichtig. Auch noch 1 Jahr nach der Reise kann Malaria ausbrechen.

Die gefährlichste Variante von Malaria ist die Malaria tropica. Die Anopholemücke sticht den Menschen und überträgt sofern sie Träger ist den Erreger. Ein Anstecken von Mensch zu Mensch ist nur durch Bluttransfusion, bei der Geburt von Mutter zu Kind und Laborunfälle möglich. Die meisten Malariainfektionen treten in Afrika südlich der Sahara bis ins nördliche Südafrika auf. Hier sind viele Mücken mit dem Erreger infiziert. Auch u.a. in Südostasien, der Karibik und Südamerika gibt es Risikogebiete.

Die Mücke ist besonders in der Dämmerung und der Nacht aktiv, sie bewohnt meist Feuchtgebiete und liebt stehende Gewässer. Die Regenzeiten sind besonders gefährlich, im Hochland ist die Gefahr geringer als im Flachland.

Leider gibt es immer noch keine Impfung gegen Malaria. Reisen in Malariagebiete sollte man besonders während der Regenzeit vermeiden. Insbesondere Schwangere, Kinder und ältere Menschen sollten die Reise in Frage stellen. Es ist es besonders wichtig Mückenstiche möglichst zu vermeiden. Dies kann man durch das Tragen von langer Kleidung und Klimaanlage, Moskitonetz erreichen. Auch kann man Kleidung und Haut mit Repellents (mückenabweisende Mittel) schützen. Ferner kann man Medikamente vorbeugend einnehmen (Chemoprohylaxe) oder Medikamente für eine Stand-By-Therapie mitführen.

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