Auswandern nach Kanada oder Australien
 

Auswandern nach Bolivien

bolivien

Bolivien – Vielfalt zwischen Anden und Amazonas

 
Basiswissen Bolivien
 
(EM) Bolivien ist ein Binnenstaat in Südamerika. Seine Nachbarn sind Peru, Chile, Argentinien, Paraguay und Brasilien. Der Binnenstaat erhielt seinem Namen nach dem Unabhängigkeitskämpfer Simón Bolívar. Das Kfz-Kennzeichen ist BOL, die Internetendung .bo.
 
 
karte bolivien
 
Bolivien wird maßgeblich von den Anden geprägt, die mit dem Nevado Sajama eine Höhe von 6.542 m erreichen. Dieser ist damit einer der höchsten Vulkane der Erde. Das zentrale Hochland ist mit 3.000 – 4.000 m das eigentlich Kernland des Landes. Hier leben die meisten Einwohner Boliviens. Den größten Teil Boliviens machen jedoch die Llanos aus, eine tropisch-heiße Tiefebene mit Savannenanteil und Regenwald. Zwischen der Tiefebene und dem zentralen Hochland liegen die 1.200 m – 1.800 m hohen Yungas. An der Grenze zu Peru, in der Hochebene Antiplano, liegt der weltbekannte Titicacasee, einer der  weltweit höchstgelegenen Seen.
Durch die Höhenunterschiede hat Bolivien verschiedene Klimazonen. In der Region um den Titicacasee ist ein gemäßigtes Klima mit geringen jahreszeitlichen Schwankungen vorherrschend. In den anderen Hochländern ist das Höhenklima kühl gemäßigt mit starken Tag- und Nachttemperaturschwankungen. In Richtung Tiefland wird das Klima dann warm gemäßigt, im Tiefland selbst (sub-)tropisch. Im Gran Chaco Richtung Paraguay gibt es ein Savannenklima, der Regenwald Amazoniens gehört zum Bereich der Tropen.
 
Buntes Land der Vielseitigkeit
 
Boliviens Gesellschaft ist multikulturell. Zwei Drittel der Bolivianerinnen und Bolivianer sind Indianer (Indigene Völker, span. Indigenas). Die meisten gehören zu den Quechua und Aymara. Die Übrigen sind Mestizen und einige Wenige europäischer Abstammung (meist Spanier, aber auch einige Mennoniten). Die bolivianische Kultur ist sehr vielfältig, die einzelnen Völker haben alle eigene Trachten, Tänze, Traditionen und Mythen. Dies macht Bolivien bunt und interessant.
Der Katholizismus ist Staatsreligion, eine Minderheit von ca. 5 % verteilt sich auf Mennoniten und andere Religionen (wie Bahai, Urreligionen und Moslems).  Die drei Amtssprachen Boliviens sind Aymara, Quechua und Spanisch. Spanisch ist dominant in den Städten, die Indianersprachen eher auf dem Land.
La Paz liegt auf 3.200 – 4.100 m und ist damit der höchste Regierungssitz der Welt. Den Titel Hauptstadt trägt jedoch Sucre. Hier hat auch der Oberste Gerichtshof Boliviens seinen Sitz. Größte Stadt des Landes ist wiederum Santa Cruz de la Sierra.
Bolivien ist eine Präsidialrepublik und hat einige wichtige Rohstoffe wie Öl und Gas. Es verfügt über die zweitgrößten Erdgasvorkommen Südamerikas. Auch die Landwirtschaft ist ein wichtiger Sektor der Wirtschaft. Besonders im tropischen Tiefland wird sie modern betrieben. Seit den Spaniern war Bolivien vom Bergbau geprägt. Abgebaut wurden dabei Silber und Zinn. Die Vorkommen sind jedoch weitestgehend erschöpft, so dass der Bergbau heute eher geringfügigen Anteil an der Wirtschaft hat.
Insgesamt gehört Bolivien noch zu den ärmeren Staaten Südamerikas. Die Infrastruktur ist nicht immer optimal, die Straßen nur zu einem geringen Anteil asphaltiert. In den Regenzeiten  sind mache Straßen oft kaum befahrbar. 
 
Tourismus in dem Binnenland
 
Der Tourismus nimmt zu, ist jedoch noch auf einige wenige Gebiete beschränkt. Hauptziele der Besucher sind La Paz als Regierungssitz mit Museen, historischen Bauten und Ausstellungen. Ferner die Hauptstadt Sucre mit ihren vielen Kolonialbauten und Klöstern.
Außerdem der Titicacasee mit seinen heiligen Inseln Sonnen- und Mondinsel, die Hochebene Antiplano, der Salar de Uyuni -als größter Salzsee Amerikas- und die Minen von Potosi. In Potosi findet man noch heute die prachtvollen Bauten aus den reichen Tagen der Stadt.  Gerne besucht werden auch die Amazonasregion um Rurrenabaque, die Kleinstadt Tupiza und Tiahuanaco. Weniger Touristen besuchen die Nationalparks im Amazonasbecken. Hier ist u.a. der Noel-Kempff-Mercado-Nationalpark ein Ziel, der seit dem Jahr 2000 zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört. Dort kann man noch die ursprüngliche Fauna und Flora des Amazonas bewundern.
Bolivien ist für US-Amerikaner und Europäer wegen der günstigen Preise noch ein relativ günstiges Urlaubsland. Zu beachten ist jedoch, dass die unterschiedlichen Höhenlagen für manchen Reisenden eine Belastung darstellen. 
 
Auswandern nach Bolivien sollte man erst mit ausreichenden Spanisch- und Landeskenntnissen. Einige vorherige Reisen nach Bolivien sollte man ebenfalls vorher gemacht haben.
 

.