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Auswandern nach Georgien

georgien

Georgien – Zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus

Basiswissen

(EM) Georgien seit 1991 eine unabhängige Republik und grenzt an Russland, die Türkei, Armenien und Aserbaidschan. Das Land blickt auf eine wechselhafte Geschichte zurück und hat vielfältige Landschaften vorzuweisen. Es ist etwa so groß wie Bayern und seine Hauptstadt ist Tiflis (Tblissi). Es ist Mitglied der UNO und der GUS. Es gibt innerhalb Georgiens die Autonomen Republiken Abchasien und Adscharien.

karte georgien

Landschaft

Georgien ist durch Gebirge geprägt: 87 % des Landes entfallen auf Gebirge und Vorgebirge. Der Große Kaukasus, der kleine Kaukasus und das Armenische Hochland sind daher landschaftlich bestimmend. Höchster Berg ist der Schchara mit knapp 5.069 m, außerdem befindet sich mit der Voronya-Höhle die tiefste bekannte Höhle weltweit in Georgien. Das Klima ist im Westen subtropisch-feucht, im Osten Kontinental. Durch die Gebirge ist Georgien geschützt vor den Kaltluftwellen aus dem Norden.

Die Natur des Landes fällt auf durch eine große Artenvielfalt, mit zahlreichen endemischen Arten in abgeschlossenen Tälern. Wälder sind noch weitverbreitet und es gibt sogar noch Urwälder. Die Baumarten variieren mit der Höhenlage zwischen Laubwald und Nadelhölzern. In den Wäldern leben noch der Kaukasische Leopard, Braunbären, Wölfe und Luchse, in den Feuchtgebieten Fischotter. Geschützt wird die Natur durch die eingerichteten Naturschutzgebiete, wie dem Bordschomi-Charagauli-Nationalpark, dem Waschlowani Nationalpark oder dem Lagodechi-Nationalpark.

In Georgien leben viele Völker, wobei die Georgier selbst über 80 % stellen, Weitere Gruppen sind Aserbaidschaner, Armenier, Russen, Osseten, Abchasen, Griechen, Kurden und Aramäer.  Amtssprache ist Georgisch, die das Mchedruli-Alphabet mit 33 Buchstaben benutzt. Die meisten Georgier gehören der Georgisch Orthodoxen Apostelkirche an, es gibt islamische Minderheiten.

Die Küche Georgiens ist für ihre Vielfalt bekannt: Vorspeisen wie gefüllte Auberginen mit Wallnusspaste sind genauso schmackhaft, wie die Hauptspeisen. Beliebte Hauptspeisen sind Mzwadi (Schaschlik), Tschachochbili (Hähncheneintopf), Chinkali (Teigtaschen mit Hackfleisch) oder Tschanachi (Hammeleintopf). Eine beliebter Nachtisch sind Matsoni, Nüsse mit Jughurt und Honig. Bei Familienfesten und am Wochenende treffen sich die Georgier an großen Tafeln (Supra) und dann wird üppig aufgetischt.

Abgebaut werden können Bodenschätze wie Kupfer, Mangan und Steinkohle. Die Landwirtschaft baut Zitrusfrüchte und Tee an, außerdem gibt es einen lange Weinbautradition. Die Viehzucht beschränkt sich in der Regel auf Rinder und Schafe.

Tourismus

Der Tourismus war schon zu Sowjetzeiten ein wichtiger Faktor der Wirtschaft Georgiens. Besonders Abchasien war ein beliebtes Urlaubsdomizil der Parteielite. Durch die Gebirge geschützt herrscht hier ein subtropisches Klima mit Palmen und schönen Badestränden. Suchumi, die Hauptstadt Abchasien war ein bekannter Kurort mit Schwefelbädern. Leider haben Unruhen und Krieg diesen Ort um Jahrzehnte zurückgeworfen. Batumi, die Hauptstadt Adschariens liegt ebenfalls an der kaukasischen Revierra und hat ein mildes Klima. Die Stadt ist begrünt durch Palmen, Magnolien, Oleander und Zypressen. Im Staatsmuseum Adschariens kann man eine Bronzekrone, Vasen und Schmuck aus Gold und Silber bewundern. Am Grünen Kap befindet sich ein riesiger Botanischer Garten mit über 3.000 Baumarten. Batumi beherbergt auch ein Aquarium mit Delfinanium.

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Bild: Die Altstadt von Tblissi (Tiflis)

Tiflis, die Hauptstadt Georgiens hat ebenfalls Bademöglichkeiten in warmen Schwefelquellen (bis zu 46,5 °C heiß) zu bieten. Aber nicht nur das, die Stadt ist das kulturelle, wirtschaftliche und wissenschaftliche Zentrum des Landes. Hier befinden sich bekannte Theater und alljährlich findet auch das Tblissi International Film Festival statt. Die Stadt beherbergt auch einige prachtvolle Museen, allen voran das Staatliche Museum der Künste Georgiens mit Gold- und Silberschätzen der georgischen Könige und Malerei.

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Bild: Staatliches Georgische Institut für Theater und Film in Tblissi

Bekannt ist auch das Staatliche Simon-Dschanaschia-Museum Georgiens mit historischen Ausstellungsstücken und das Ethnografische Museum, ein Freilichtmuseum, daß sich dem Leben der Georgier in der Vergangenheit beschäftigt. Die Altstadt mit Kopfsteinpflaster, der Festung Nariqala, dem Botanischen Garten, der Sioni-Kathedrale, der Metechi-Kirche und der Antschißchati-Basilika ist ebenfalls ein Highlight.  Am Stadtfluss Kura befinden sich breite Uferpromenaden und am linken Ufer die riesige Sameba-Kathedrale. Tiflis hat auch einen Fernsehturm mit Restaurant auf dem Berg Mtazminda, hier ist ein großer Park angelegt.

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Bild: Fernsehrum Tblissi

Georgien ist gleichsam für Bade- und Naturfreunde ein schönes Reiseziel. Daneben bietet es eine reichhaltige bis in die Antike reichende Kultur, Museen und Botanische Gärten. Ein Land mit viel Potential!

Auswandern nach Georgien ist jedoch erst zu empfehlen, wenn man Land, Leute und Sprache sehr gut kennt!

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