Auswandern nach St. Pierre & Miquelon

St. Pierre und Miquelon – Frankreich und Nordamerika zusammen
(EM) St. Pierre und Miquelon ist ein Überbleibsel der einstigen Kolonie Neufrankreich. Sie werden als französisches Überseegebiet verwaltet. Als Teil Frankreichs gehören sie zur EU, aber nicht zu dessen Zollgebiet. Geografisch liegen die Inseln ca. 25 km östlich von Neufundland (Kanada). Sie sind dünn besiedelt und haben eine Fläche von 242 qkm. Als Internetendung wird .pm verwendet. Bezahlt wird in St. Pierre und Miquelon mit dem Euro (€).

Die drei Hauptinseln der Inselgruppe sind Saint-Pierre (26 qkm), Landglade (91 qkm) und Miquelon (110 qkm). Miquelon und Langlade sind durch eine schmale Nehrung verbunden. Sie liegen im St. Lorenzstrom und sind ca. 4.600 km von Paris entfernt. Das Klima ist nordisch mit mildernden ozeanischen Einflüssen. Es gibt oft Nebel, im Frühling und Herbst ist es sehr windig.
Die Inseln haben knapp 6.500 Einwohner, wobei die meisten auf Saint-Pierre leben. Gesprochen wird Französisch, früher wurde auch Baskisch gesprochen. Die Inselbewohner sind meist baskischer, bretonischer, normannischer oder akadischer Abstammung und katholisch.
Die Franzosen siedelten sich als Fischer auf den Inseln an. In Kriegen zwischen Engländern und Franzosen wurde die Bevölkerung mehrmals nach Frankreich oder Neuschottland vertrieben. Im Friedensvertrag von 1814 kamen die Inseln wieder zu Frankreich. Alle sechs Jahre wird auf den Inseln der Generalrat gewählt. Dieser entsendet einen Vertreter in die französische Nationalversammlung und in den Senat.
Wirtschaftliche Bedeutung haben Fischfang und der Tourismus. Wein und Zigaretten sind günstig, andere Waren eher teuer. Angeflogen werden die Inseln mit Air Saint-Pierre von einigen kanadischen Flughäfen aus. Auf Saint-Pierre befindet sich der internationale Flughafen Saint-Pierre Airport. Auf Miquelon gibt es den kleinen Flughafen Miquelon Airport. Im Süden von Saint-Pierre, dem Hauptort, liegt der Hafen Barachois. Saint-Pierre ist von Neufundland aus per Fähre erreichbar.
Die Küche ist französisch orientiert, auch Miquelon gibt es im August das Sea Food Festival. Die Bewohner gelten als gastfreundlich, die Umwelt als sauber. Wer sich für französische Geschichte, Sprache und Kultur interessiert wird sich hier wohlfühlen.
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