Auswandern auf die Komoren

Komoren - Geheimtipp und Heimat der Quastenflosser
(EM) Geografisch gehören zum Komorenarchipel die Inseln Grande Comore, Anjouan, Moheli und Mayotte. Drei erst genannten bilden die Union der Komoren, während Mayotte ein französisches Überseeterritorium ist. Die Komoren liegen zwischen Mosambik und der großen Insel Madagaskar im Indischen Ozean.
Die Komoren erheben sich auf einem untermeerischen Rücken und sind vulkanischen Ursprungs. Sie sind weitgehend geprägt von Gebirgen und Hügelketten. Tief zerfurchte Hänge und Plateaus sowie schmale Küstenzonen sind typisch. Die felsigen Küsten sind von Korallenriffen umgeben, was die Insel für Taucher zum Geheimtipp macht. Die größte Insel ist Grande Comore, hier befindet sich mit 2.461 m auch der höchste Berg, der Karthala. Dieser ist nicht nur der höchste Berg der Komoren, sondern auch noch ein tätiger Vulkan, mit dem weltweit größten Krater.

Klima
Das Klima auf den Komoren ist tropisch-maritim und weist nur geringe jährliche Schwankungen auf. Die wärmsten Monate sind Februar und März mit Durchschnittstemperaturen bis 27 °C, Juli und August haben bis 22 °C. Der trockene Südostpassat weht von Mai bis Oktober, im November bis April weht der regenbringende Nordwestmonsun. In der heißen Jahreszeit können die Komoren von Zyklonen heimgesucht werden. Die Niederschläge sind schwankend und betragen je nach Höhenlage zwischen 1.000 und 4.000 mm/ Jahr.
Natur
Der einst die ganzen Inseln umfassende tropische Regenwald mit wertvollen Holzarten ist heute noch in den höheren Lagen erhalten geblieben. Ansonsten herrschen Plantagen und Savannen vor. In den Niederungen findet man Bananen, Kokospalmen und Mangos. Es gibt einige seltenen Vogel- und Schildkrötenarten auf den Inseln, außerdem den Mongozmaki, eine Halbaffenart. In den Korallenriffen findet man allerlei Meerestiere, weltbekannt wurden die Komoren, weil hier noch der Quastenflosser lebt. Diese prähistorische Fischart gehört zur Gattung der Fleischflosser und galt schon als ausgestorben.
Komorer
Die Menschen auf den Komoren sind eine Mischbevölkerung aus Arabern, Indern, Indo-Melanesiern, Madagassen, Bantu und Europäern. Sie bekennt sich hauptsächlich zum Island, sunnitischer Prägung. Amtssprache sind Komorisch, eine verwandte Sprache von Swahili und Französisch. Auch Arabisch wird gesprochen. Während Grande Comore mit 1.148 qkm die größte Insel ist, ist Anjouan die dichtest besiedelte. Insgesamt haben die Komoren eine Fläche von 1.862 qkm, etwas kleiner als Luxemburg.
Die Inseln war bis 1975 ein französisches Überseegebiet. Die Regierung unter Ahmed Abdallah Abderrahman erklärte dann einseitig am 6. Juli die Unabhängigkeit. Mayotte schloss sich dieser Unabhängigkeit nicht an und verblieb bis heute bei Frankreich. Die Inseln Anjouan, Grande Comore und Moheli bilden die Union der Komoren, einer föderalen islamischen Republik. Die Insel genießen weitgehende Autonomie innerhalb der Union, u.a. eine eigene Regierung mit Präsident. Die Union der Komoren ist Mitglied der UN, der Afrikanischen Union (AU), der Arabischen Liga und der Organisation Islamischer Staaten (OIC).
Wirtschaft
Wirtschaftlich sind die Komoren noch in der Entwicklung. Die Landwirtschaft produziert Bananen, Reisen, Mais und Süßkartoffeln, außerdem Maniok und Kakao, Kokospalmen, Sisal und Vanille. Die Komoren sind weltweit ein Hauptproduzent von Ylang-Ylang, hieraus wird ein ätherisches Öl gewonnen. Der Duft ist intensiv und süßlich. Der Tourismus soll weiter ausgebaut werden, die meisten Gäste kommen zur Zeit noch aus Frankreich und Südafrika.
Touristisch interessant
Neben Tauchvergnügen und schönen Stränden bieten die Komoren auch einige Naturschönheiten wie Wasserfälle, den Vulkan Kartala und heiße Schwefelquellen Lac Sale. Auf Moheli findet man Riesenwasserschildkröten in der Niumashuwa-Bucht. In der Hauptstadt Moroni findet man die Venredi-Moschee und Mutsamudou auf Anjouan hat interessante verwinkelt Gassen, eine Moschee und die Zitadelle. Am Strand von Fomboni auf Moheli kann man am Strand die Dhaus, die traditionellen Boote, bewundern. Auswandern auf die Komoren ist sicherlich schwieriger, man sollte Land und Leute gut kennen. Auch entsprechende Sprachkenntnisse sollten obligatorisch sein.
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