|
Moheli – Dichte Urwälder und Taucherparadies

Basiswissen Moheli
(EM) Moheli ist nach Grand Comore und Anjouan die dritte Hauptinsel der Komoren. Sie ist mit 290 qkm kleiner als ihre Schwesterinseln. Nur ca. 40.000 Menschen leben auf der Insel. Sie sind ein Mischung von afrikanischer, arabischer und madagassischer Herkunft. Man lebt hier noch von der Landwirtschaft und vom Meer. Die Landwirtschaft bringt Kakao, Kokospalmen, Kaffee und Yland-Ylang hervor. Gesprochen wird Shimwali, ein Dialekt des Komorischen. Auch Französisch und Arabisch sind Amtssprachen. Die Kleidung ist traditionell und islamisch.

Auf Komorisch lautet der Name von Moheli kurz Mwale. Das Eiland liegt ca. 50 km südlich von Grand Comore und wird auch die Perle der Komoren genannt. Moheli ist ebenso wie die anderen Komoren vulkanischen Ursprungs. Von Westen nach Osten hin wird die Insel von einem Bergrücken durchzogen. Der höchste Gipfel ist der Mzé Koukoulé mit immerhin 790 m Höhe. In der Nähe der Küste gibt es den Kratersee Dziani Boundouni.
Moheli, ein Geheimtipp
Moheli gilt noch als Geheimtipp. Die Insel ist weniger entwickelt als die Nachbarinseln, hat aber dafür faszinierende Natur mit dichten Urwäldern und weißen Sandstränden zu bieten. Der vulkanische Boden und zahlreiche Süßwasserquellen sind der Grund für die üppige Vegetation der Insel. Man findet auch Orchideen, Pfeffer, Vanille und den afrikanischen Affenbrotbaum. Das beeindruckendste Tier ist der Livingstone fruit bat, ein großer Flughund.
Die Meereswelt wird geschützt durch den Mohéli National Marine Park. Hier gibt es wunderschöne Korallenbänke und man findet eine bunte Tierwelt mit Delphinen, Walen, Meeresschildkröten und dem Dugong (eine Seekuh-Art).
Hauptort von Moheli ist Fomboni, der an der Nordküste von einem vorgelagerten Korallenriff geschützt ist. Im Süden sind Moheli drei kleinere Inseln vorgelagert. Sie bilden einen natürlich Schutzhafen. Eine davon ist Shisiwa Unefu, sie war einst eine Leprakolonie.
Neue Hoffnung auf Tourismus
Neue Hoffnungen setzten die Inselbewohner in den Tourismus. Die Insel wurde mit den übrigen Komoren erst 1975 von Frankreich in die Unabhängigkeit entlassen. Seitdem gab es einige unruhige Jahre und politische Verwirrungen. 1997 erklärte sich Moheli und Anjouan für selbständig, man einigte sich aber 2001 auf eine neue Union der Komoren. Dabei wurde den einzelnen Inseln mehr Unabhängigkeit zugestanden. Man hofft nun, dass die Lage sich stabilisiert und Moheli sein touristisches Potenzial ausschöpfen kann.
Die Menschen sind fast ausnahmslos Moslems (Sunniten) und sehr gastfreundlich. Ein besonderes Ereignis sind die Hochzeiten der Einheimischen. Diese werden oft 3 Jahre vorgeplant und dann lange und üppig gefeiert. Man bekommt dann die traditionellen Tänze der Frauen wadaha und der Männer chigoma und diridji (Tanz um einen Tisch) zu sehen. Die Frauen tragen dann ihren edelsten Schmuck und schöne Masken. Am Galaabend feiern Frauen und Männer zusammen und es wird viel getanzt. Auswandern nach Moheli will aber gut überlegt sein, die Insel und das Land sollte man vorher mehrmals bereist haben.
(c) Eric Meier. Kontaktieren Sie den Autor unter eric(at)auswandern-nach.net
.
|