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Pitcairn-Inseln – isoliert im Pazifik

pitcairn
 
(EM) Die britische Kronkolonie (seit 1838) der Pitcairn-Islands besteht aus der bewohnten Hauptinsel Pitcairn, Sandy Island, Henderson und dem Atoll Ducie. Sie liegen isoliert im Pazifik und sind ca. 5.500 km von Neuseeland und Südamerika entfernt. Sie ist die letzte Kolonie der Briten im Pazifik.
Pitcairn verfügt über keinen eigenen Flughafen oder Hafen. Die nächsten bewohnten Inseln sind die Gambierinseln, wo auch der nächste Flughafen ist. Zur chilenischen Osterinsel sind es 2.000 km.
 
 
karte pitcairn
 
Die Insel hat nur wenige Bewohner (unter 50 Einwohner) die sich hauptsächlich selbst versorgen. Die Ernährung besteht zum Großteil aus Fisch, es werden auch Hühner und Ziegen gehalten. Der Boden ist fruchtbar, das Klima mild. Daher werden auch Ananas, Bananen, Kokospalmen, Melonen, Papayas, Yams, Taro und Zitrusfrüchte angebaut. Eine der Haupteinnahmequellen ist der Verkauf von eigenen Briefmarken. Der Pitcairn-Dollar ist eine begehrte Sammlermünze. An die wenigen Touristen von Kreuzfahrtschiffen werden Souvenirs verkauft. Außerdem erhält die Kolonie Subventionen vom Mutterland und der EU.
 
Andere Güter erhalten die Inselbewohner von den Frachtschiffen, die zwischen Neuseeland, Französisch-Polynesien und dem Panamakanal verkehren. Die Insel ist weitflächig vom Rosenapfel (ein Myrtenstrauch), Farnen, Hibiskus und anderen Büschen begrünt. Es gibt ferner Reste von Bergregenwäldern. Die heimische Tierwelt besteht aus Insekten, kleineren Reptilien und Schecken. Die Vogelwelt auf den Klippen ist artenreich. Der Pitcairn Reed Warbler, eine Sperling, ist nur auf Pitcairn und Tubai endemisch. Im Wasser leben u.a. Barracudas, Doraden, Haie, Hummer, Langusten, Marlin, Red Snapper und Thunfische. Einmal im Jahr ziehen Buckelwale an der Insel vorbei.
 
Alle Bewohner leben in einzigen Ort Adamstown, der oberhalb der Bounty Bay liegt. Es gibt eine betonierte Straße, auf denen die Bewohner mit Quads und Dreirädern fahren können.  Es gibt eine Krankenstation, einen Einkaufsladen, einen Pfarrer und eine Schule auf Pitcairn. Auf den Inseln gibt es eine Erdbebenwarte und eine Windkraftanlage. Die Insel hat Telefon und die Bewohner haben Internetmöglichkeiten. Die Trinkwasserversorgung erfolgt über Zisternen, mittlerweile gibt es sogar Toilettenspülungen.
 
Sie sind hauptsächlich Nachkommen der Nachfahren der Bounty mit polynesischen Frauen. Hier wurde übrigens das erste nachhaltige Frauenwahlrecht bereits 1838 eingeführt.
 

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