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Seychellen - kleine Republik im Indischen Ozean

seychellen

(EM) Die Seychellen sind der kleinste Staat Afrikas. Sie liegen im Indischen Ozean vor der Küste Ostafrikas, nördlich von Madagaskar. Die 115 Insel verteilen sich weitflächig auf einer Fläche von über 400.000 qkm, also größer als Deutschland. Die Landfläche beträgt jedoch nur 455 qkm. Die meisten sind klein und flach, sie haben wenn überhaupt nur kleine Siedlungen vorzuweisen. Die meisten Menschen leben auf der größten Insel Mahe, hier befindet sich auch die Hauptstadt Victoria. Weitere Hauptinseln sind Praslin und La Digue. Auf Mahe befindet sich auch der höchste Punkt der Inseln, der Morne Seychellois (905 m).

karte der seychellen

Das Klima auf den Seychellen ist tropisch und vom Monsun bestimmt. Die Temperaturen liegen das ganze Jahr über relativ konstant meist zwischen 24 °C und 30 °C. Als beste Reisezeit gilt Mai bis September, da ist es etwas kühler und keine Regenzeit. In den Monaten Dezember bis Mai kann es sehr schwül werden.

Die Menschen auf den Seychellen sind ein buntes Gemisch aus afrikanischen, madagassischen und europäischen Volksgruppen. Es gibt Minderheiten von Europäern, Chinesen und Indern. Die Mehrheit der Menschen ist katholisch und spricht Seselwa, eine französisch basierende Kreolsprache. Englisch und Französisch sind daneben ebenfalls Amtssprachen. Politisch sind die Inseln eine Republik und gelten als stabil, sowie umweltbewusst. Der Tourismus hebt sich bewusst vom Massentourismus ab, ist aber ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die Inseln sind in der Tat eine Art Paradies: Es gibt keine Tropenkrankheiten, keine Zyklonen, kaum Armut und Kriminalität oder giftige Tiere. Der Lebensstandard ist hoch, das Gesundheitssystem für afrikanische Verhältnisse herovrragend. Die Währung auf den Seychellen macht die Verwandtschaft zu Indien deutlich, man bezahlt mit der Seychellen-Rupie.

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Bild: Ein Sonnenuntergang auf den Seychellen

Gemessen an der Landesfläche haben die Seychellen den größten Anteil an Naturschutzgebieten weltweit. Fast die Hälfte der Inseln, manche sogar komplett sind unter Schutz gestellt. Sie gehören zum Teil zum UNESCO-Weltnaturerbe, getaucht werden darf nur ohne Harpune und nichts darf mitgenommen werden. Die Flora und Fauna der Inseln ist überwältigend. Es gibt zahlreiche endemische Arten, Riesenschildkröten, flugunfähige Vögel (Weißkehlige Ralle) und eine beeindruckende Unterwasserwelt. Auf Praslin, im Vallée de Mai (UNESCO-Weltnaturerbe) findet man den Seychellen-Vasapapagei und die berühmte Coco de Mer, die Seychellennuss. Die Nüsse sind die Samen der Seychellenpalme, die nur auf Praslin und Curieuse vorkommt. Sie können einen Durchmesser bis 50 cm erreichen und bis zu 22 kg wiegen. Das ist Weltrekord, im Pflanzenreich gibt es weltweit keine größeren Samen. Sie schwimmen im Meer und wurde sogar schon vor Sri Lanka, Indien und Indonesien gefischt. Um sie ranken sich besondere Mythen und sie sind ein Symbol für die Seychellen.

Schon viele Werbespots wurden auf den Seychellen gedreht, besonders berühmt ist der Strand Anse Source d`Argent auf La Digue, und der Strand Anse Lazio auf Praslin. Auf Bird Island leben uralte Riesenschildkröten. Victoria, die Hauptstadt der Seychellen, ist ebenfalls einen Besuch wert. Hier findet man Kolonialbauten (wie die Post und das Gerichtsgebäude) und das Natural History Museum. Auswandern nach Seychellen ist nicht einfach und will gut überlegt sein.

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