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Tuvalu – Paradies im Kampf mit dem Meeresspiegel
Basiswissen zu Tuvalu
(EM) Tuvalu ist ein abgelegener Staat in Ozeanien. Mit einer Fläche von 26 qkm ist er der viertkleinste Staat der Welt. Knapp 12.000 Menschen leben auf den neun Inseln bzw. Atollen. Diese heißen Funafuti, Nukufetau, Nukulaelae, Nui, Nanumea, Nanumanga, Niulakita, Niutao und Vaitupu.
Die Einwohner sind zu 96% Polynesier, nur auf Nui leben größtenteils Mikronesier. Amtssprachen sind Tuvalu und Englisch, es werden auch teilweise Samoanisch und Gilbertesisch (auf Nui) gesprochen. Die meisten Einwohner sind Protestanten. Funafuti ist mit Abstand das bevölkerungsreichste Atoll und zugleich Hauptstadt des unabhängigen Staates. Im Dorf Vaiaku stehen das Regierungsgebäude, die einzige Bank, das Postamt und die Telecom von Tuvalu. Vaiaku hat eine kleine Landebahn mit Abfertigungshalle.
Die Inseln hießen unter britischer Verwaltung noch Ellice Islands. Am 01.10.1978 erfolgte die Unabhängigkeit von Großbritannien unter dem Namen Tuvalu. Noch heute sind sie mit der Queen als Staatsoberhaupt und als Mitglied im Commonwealth of Nations mit Großbritannien verbunden. Die Queen wird durch einen Generalgouverneur in der parlamentarischen Monarchie vertreten. Regierungschef ist der Premier, welcher von einem Einkammerparlament gewählt wird. Seit 2000 ist Tuvalu Mitglied bei den Vereinten Nationen.
Eine wichtige Einnahmequelle von Tuvalu sind die Einnahmen aus der Internet Top Level Domain .tv. Daneben leben die Menschen von Landwirtschaft (Kokosnüsse, Kopra, Bananen) und Fischerei. Nahrungsmittel, Industriegüter und andere Waren importiert man aus Australien und den Fiji-Inseln. Die Währung auf den Inseln ist der Australische Dollar. Tuvalu beteiligt sich an der University of the South Pacific. Es gibt eine Zeitung mit Namen Tuvalu Echoes.
Geografisch liegt Tuvalu im Südwesten des Pazifiks auf halber Strecke zwischen Hawaii und Australien. Dabei östlich von Papua-Neuguinea und nördlich von Neuseeland. Angrenzende Staaten und Territorien sind im Ozean die Salomonen, Kiribati, Nauru, Samoa, Fiji-Inseln, Vanuatu sowie Tokelau (NZ) und Wallis und Futuna (F).
Vegetation und Klima
Die Vegetation der Inseln besteht zum Großteil aus Kokospalmen. Das Klima ist tropisch-heiß bei Durchschnittstemperaturen von ca. 30 °C. Regenzeit ist von November bis Februar. Die Insel werden auch von Taifunen heimgesucht. Das Hauptproblem von Tuvalu ist jedoch, dass die Inseln nur flach aus dem Meer herausragen. Der höchste Punkt liegt bei lediglich ca. 5 m und daher rechnet man mit einem Untergang der Inseln im Laufe des nächsten Jahrhunderts. Bereits jetzt treten Überschwemmungen auf und die Strände unterliegen einer Erosion. Durch das Eindringen von Meerwasser in das Grundwasser wird außerdem die Gewinnung von Trinkwasser erschwert.
Untergehendes Paradies
Es gibt unterschiedliche Auffassungen, wie dem Untergang der Inseln begegnet werden soll, insbesondere wohin die Tuvaluer evakuiert werden sollen. Als bevorzugte Ziele werden Neuseeland und Australien gehandelt. Für diese beiden Länder spricht, dass bereits jetzt dort einige Tuvaluer dort arbeiten und leben.
Erreichbarkeit und Fazit
Mit dem Flugzeug erreichen Sie Tuvalu (3 x Woche) über die Fiji-Inseln. Die Inseln sind untereinander verbunden durch Fähren. Tuvalu von Deutschland aus zu besuchen ist natürlich relativ umständlich und mit mehrfachem Umsteigen verbunden. Dafür bieten die Inseln klassische Südseeromantik, Einsamkeit und schöne Strände. Wer die Inseln aber einmal erleben möchte, den sollte die Entfernung aber nicht abschrecken.
Die Kombination mit einem anderen Südseeparadies wie den Fijis könnte sich anbieten.
(c) Eric Meier. Kontaktieren Sie den Autor unter eric(at)auswandern-nach.net
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