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Die Eifel
(EM) Die Eifel ist eines der vielfältigsten Mittelgebirge Deutschlands. Sie liegt im äußersten Westen und geht in die beiden Länder Belgien (Ardennen) und Luxemburg (Ösling) über. Klimatisch gehört die Eifel zum feucht-milden Atlantikklima und ist daher von vielen Flüssen und Bächen durchzogen.
Eine besondere Eigenart der Eifel sind die Maare. Diese sind oft kreisrunde Seen vulkanischen Ursprungs. Das größte ist das Meerfelder Maar (1480m x 1200m). Weitere Maare sind:
Eichholzmaar, Gemündener Maar, Holzmaar, Immerather Maar, Pulvermaar (70m tief und damit nach dem Bodensee und den Voralpenseen das tiefste natürliche Gewässer in Deutschland), Schalkenmehrener Maar, Ulmener Maar und das Weinfelder Maar (Totenmaar).

Bild: Das Weinfeldermaar im Winter (c) EM
Bekannt ist die Eifel auch für ihre schönen Stauseen und Talsperren. Hierbei ist natürlich der Rursee zuerst zu nennen, der immerhin der zweitgrößte seiner Art in Deutschland ist. Auch der idyllische Urftsee, der Teil des Nationalparkes Eifel ist, muss hier genannt werden. Weitere Stauseen sind der Bitburger Stausee, der Freilinger See (Blankenheim), die Kalltalsperre, der Kronenburger See (Dahlem), die Oleftalsperre bei Hellenthal, die Perlenbachtalsperre bei Monschau und die Steinbachtalsperre (Euskirchen). Diese sind zum teil wunderschöne und saubere Badeseen.

Bild: Die Urfttalsperre bietet schöne Wandermöglichkeiten (c) EM
Innerhalb Deutschlands verteilt sich die Eifel mit über 5.300 qkm (mehr als doppelt so groß wie Luxemburg oder das Saarland) auf die Bundesländer Nordhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Begrenzende Städte sind Aachen, Trier und Koblenz. Die Eifel ist vulkanisch geprägt und gilt heute noch als vulkanisch aktiv. Wenn Sie z.B. um den Laacher See wandern, werden Sie am Ufer ein Blubbern vernehmen. Dies sind aufsteigende Gase aus dem Erdinnern. Höchster Punkt der Eifel ist der Vulkankegel Hohe Acht (747m). Weitere hohe Punkte sind: Erresberg (699m), Schwarzer Mann (697,3m) und Signal de Botragne (mit 694m der höchste Punkt Belgiens).
Die Flüsse Ahr, Brohl, Kyll, Our und Rur entwässern die Eifel zu Mosel, Rhein und Maas hin und bilden größere Täler aus. Grob teilt man sie in Nord- und Südeifel. Die Landschaften der Eifel sind teilweise doch recht unterschiedlich. Es gibt verschiedene Abstufungen und Namen für Regionen innerhalb der Eifel. Natur- und kulturhistorisch kann man sie in folgende Regionen einteilen:
Ahreifel, Hohe Eifel, Hohes Venn, Moseleifel, Nordeifel (oft auch Rureifel), Rheineifel, Südeifel, Voreifel, Westeifel und Vulkaneifel.
Der Nationalpark Eifel
Der Nationalpark Eifel wurde am 01.01.2004 als erster Nationalpark in Nordrhein-Westfalen gegründet. Er ist 110 qkm (dies entspricht ca. 15.000 Fußballfeldern) groß und erstreckt sich zwischen Nideggen im Norden, Gemünd im Süden bis zur belgischen Grenze.

Bild: Der Nationalpark Eifel ist eine Mischung aus Wald und Wasser (c) EM
Damit ist 65 km von Köln entfernt eine Landschaft aus Wald und Wasser mit faszinierender Natur gut erreichbar. Der Nationalpark umfasst die Urfttalsperre und die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang. Seit 01.01.2006 wurde der seitdem von den belgischen Truppen geräumte Truppenübungsplatz Vogelsang (Dreiborner Hochfläche) dem Nationalpark eingegliedert.

Bild: Ein Blick auf die Mauer der Urfttalsperre (c) EM
Geschützt wird im Nationalpark Eifel der Hainimsen-Buchenwald, der einst die gesamte Eifel bedeckte. Es finden sich ferner Laub- und Nadelwälder, Bäche, Seen und offene Flächen. Über 460 gefährdete Tier- und Pflanzenarten werden durch den Nationalpark Eifel geschützt. Darunter ca. 80 geschützte Pflanzenarten und 150 Tierarten der Roten Liste ( wie Wildkatze, Mauereidechse und Schwarzstorch).
Auch findet man Biber, Rothirsch und Uhus. Im Frühjahr blüht die Gelbe Narzisse mit Blütenteppichen. Im Sommer wachsen dort duftende Wildkräuter. Interessante Wanderung können durch den Kermeter mit seinem hohen Buchenwaldanteil gemacht werden. Der Nationalpark bietet viele individuelle Führungen und Veranstaltungen, sowie barrierefreie Angebote.
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