|
||||
|   | ||||
|
Hawaii - The Spirit of Aloha
(EM) Hawaii ist der 50. Bundesstaat (seit 21.8.1959) der USA und besteht aus 137 Inseln, die mitten im Pazifik liegen. Die Inseln bilden den nördlichsten Punkt des Polynesischen Dreiecks. Mit 16.634 qkm sind die Inseln alle zusammen nur geringfügig größer als Thüringen. Geografisch gehören die Inseln nicht zu Amerika, sondern zu Polynesien. Die acht Hauptinseln sind von Ost nach West: Hawaii (Big Island), Maui, Kohoolawe, Lanai, Molokai, Oahu, Kauai und Niihau.
Der Bundesstaat Hawaii hat ca. 1,3 Mio. Einwohner, die meisten davon sind asiatischen, gefolgt von Menschen europäischen Ursprungs. Weitere Einwohner sind Polynesier, Afroamerikaner u.a.. Soviel zu den Fakten. Ich möchte im Folgenden die Inseln näher vorstellen, in dem ich von unserer Reise dorthin im September 2008 berichte. Ich schreibe folgend u.a. auch sehr ausführlich über San Francisco, da sich ein Stop in dieser schönen und interessanten Stadt auf dem Weg nach Hawaii wirklich anbietet. Wer sich nicht für San Francisco interessiert (was ich nicht verstehen würde), kann diesen Teil des Reiseberichtes natürlich überspringen.
Hawaii-Reisebericht September 2008 (mit "Bonus" San Francisco) Wohin soll es denn gehen? Wir hatten also beschlossen dieses Jahr etwas weiter weg zu verreisen. In die engere Wahl gekommen waren Südafrika, die USA, Ostasien und Südamerika. Das wir uns letzlich für Hawaii entschieden, war eigentlich eher zufällig. Nach langem vergleichen, waren wir uns halbwegs einig, dass die USA uns insgesamt am meisten ansprachen. Da wir eine Fernreise machen wollten, sollte es dann aber auch der Westen der Vereinigten Staaten sein. Wir versuchten uns dann eine Autoreise durch die USA zu organisieren. In einigen Pauschalangeboten war uns aufgefallen, dass am Ende der Mietwagentouren durch die USA, noch eine Woche Badeurlaub auf Hawaii angeboten wurde. Flaggen der USA und Hawaiis, unser Urlaubsziel (c) Hawaii, dieser Name hatte unsere Neugier geweckt. Und nach wenigen Minuten lesen und Bilder gucken war klar, dass die Inseln für einen einwöchigen Badeurlaub nach einer anstrengenden USA-Reise eigentlich zu schade sind. Wir hatten uns für unseren Urlaub ein Zeitlimit von ca. 3 Wochen gesetzt. Und da muss man einfach zugeben, dass man den Westen der USA und eine Intensivreise für Hawaii zeitlich in 3 Wochen nicht hinbekommt. Wir mussten uns also zwischen Hawaii oder den Reisezielen im Westen der USA wie San Francisco, L.A., Las Vegas, Yosemite, Death Valley und dem Yellowstone entscheiden. Das war nicht einfach, aber am Ende entschieden wir uns für Hawaii, allerdings als kleinen Kompromiss, mit einem dreitägigen Stop in San Francisco auf der Hinreise, auch um den Flug abzukürzen. Danach sollte es dann zunächst nach Honolulu, der Hauptstadt mit Waikiki-Beach auf Oahu gehen, von dort aus nach Kauai, dann Big Island und am Ende Maui. Die Vorplanung 1. Die Flüge sichern Da wir schon eher zu den planenden Urlaubern gehören, haben wir dann ab Februar die Bestandteile unserer Reise recherchiert und gebucht. Den Flug und die Inlandsflüge buchten wir bei Elke, unserer Freundin im Reisebüro (www.explorer.de). Bei den Flügen war das Angebot von United-Airlines in Verbindung mit Hawaiian Airlines am attraktivsten, u.a. weil diese direkt von Maui zurückflogen, und wir dadurch einen hawaiianischen Inlandsflug zurück nach Oahu sparen konnten. Startflughafen in Deutschland war Frankfurt. Köln-Bonn oder Düsseldorf wären uns zwar lieber gewesen, aber dann hätten wir noch in Amsterdam oder London umsteigen müssen. Die Flüge waren also fest. Das war uns schon einmal wichtig, denn bei den Flügen hatte man uns mehrfach gesagt, dass es wichtig wäre, diese bereits so früh wie möglich zu sichern. Die nächsten Wochen haben wir uns weiter im Internet informiert, was man auf Hawaii denn gesehen haben sollte. 2. Hotel oder Cottage Wir hatten uns bezüglich der Unterkünfte von einigen Spezialreiseveranstaltern Hotelkataloge zuschicken lassen, aber die Hotels hatten uns nicht wirklich überzeugt. Meist recht teuer und wenig persönlich. Zum Glück hatte man uns im Hawaii-Forum (www.ingrids-reisewelt.de/reiseforum.php ) auf Brigitte verwiesen. Sie spricht deutsch, lebt auf Hawaii und vermittelt schöne Cottages (www.beback.com). Zunächst einmal sollten wir Brigitte mitteilen, was wir für Vorstellungen und Schwerpunkte hätten und darauf hin, schlug sie uns auf jeder Insel, die wir besuchen wollten, einige Alternativen vor. Aus diesen Alternativen (mit Bildern und Beschreibungen) wählten wir dann nach Rücksprache mit ihr jeweils eine Unterkunft pro Insel aus. Wir orientierten uns bei der Auswahl nicht nur an der Ausstattung, sondern auch natürlich an der Erreichbarkeit unserer vorgenommenen Sehenswürdigkeiten. Brigitte hatte uns dann also auch die Unterkünfte gemanaged und nach den gesehenen Bildern von den Cottages kam bei uns mehr und mehr Vorfreude auf. Und ich möchte bereits vorwegnehmen, dass die Bilder nicht zuviel versprochen haben. Alle Unterkünfte waren sauber, gut ausgestattet und mit bequemen Betten (ganz wichtig!) versehen. Besonders schön war auch, dass alle Vermieter sehr nett waren und alles wie besprochen glatt ablief. 3. Auto mieten Jetzt fehlte nur noch das Auto, und auch in diesem Punkt hatten wir gelesen, dass man besser frühzeitig buchen soll, insbesondere weil der Preis dann günstiger ist. Wir haben dann mal wieder die Suchmaschinen beschäftigt, aber auch vergleichweise noch mit einigen Reisebüros telefoniert. Da wir auf jeder Insel jeweils 4 Tage verbringen wollten, mussten wir auf jeder Insel auch ein neues Auto haben. Insgesamt hatte www.autoeurope.de das für uns günstigste Angebot gemacht und wir haben dann dort einen Economy-Wagen gebucht. Die Wartezeit Es war also das Wichtigste festgelegt und in trockenen Tüchern. Jetzt standen also zwischen uns und unserem Urlaub nur noch 800 -1000 Arbeitsstunden. Kurzum, wir durften uns die nächsten Wochen erst noch etwas mit dem Arbeitsalltag vergnügen. Und wie immer eigentlich, je näher der Urlaub rückt, desto stressiger wird die Arbeit. Und es war wirklich hart, die anderen Menschen um einen herum nicht zu beneiden, wenn sie erzählten, dass sie gerade mal wieder 1 Woche auf Mallorca entspannt haben oder gerade eine interessante Städtetour nach New York gemacht haben. Es half nichts, wir mussten noch etwas warten und weiter arbeiten, denn wir hatten weder die Zeit noch das Geld für andere Urlaube, schließlich mussten wir alles für Hawaii aufsparen. Dazwischen mussten wir noch irgendwie versuchen, bei den Behörden einen Reisepass zu beantragen und ich brauchte im Gegensatz zu meiner jüngeren Frau, die ihn schon hatte, noch den Europäischen Führerschein im Card-Format. Zwischen einer 60 h/Woche durfte man also auch noch die Behörden abklappern. Aber, um auch dies vorwegzunehmen, der Aufwand und die lange Wartezeit ohne Urlaub haben sich gelohnt. Auf geht´s Und dann war es dann auch endlich bei uns soweit. Da saßen wir also mit unserem Gepäck im Lufthansa-Express von Köln nach Frankfurt. Als wir am Flughafen in Frankfurt ausstiegen, herrschte dort das übliche Gewühle. Man kennt das ja zu genüge als berufsbedingter Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel: Anstatt die aussteigenden Fahrgäste erst aussteigen zu lassen, drängen die Damen und Herren die einstiegen möchten erst einmal in den Zug. Ein Rentner hinter mir schimpfte mit hochrotem Kopf und auch ich zischte einer aufgestylten Business-Dame in ihrem Kostümchen hinterher, ob sie nicht die einfachsten Regeln des Zugfahrens verstanden habe. Das liebe ich ja, gestylt im Businesskostüm rumlaufen, aber Manieren wie ´ne Seekuh. Aber was soll´s: Ich habe doch Urlauuuuuuuuuuuuuub, oder?! Wo ist der Aloha-Spirit? Nach einer Wartezeit im Flughafen ging´s dann auch schon durch den Zoll. Dort gab es keine nennenswerten Probleme, außer das mir -wie immer- auffiel dass der Reisepass meiner Frau vom Zollbeamten nur durchgeblättert wurde, meiner dagegen auch noch eingescannt wurde. Ich quittierte dies mit dem Lächeln eines zukünftigen und über den Dingen stehenden Hawaiianers auf Zeit. Man kann es ja auch nachvollziehen: dunkelhaarige Männer sind eben verdächtiger als blonde Frauen, oder?! Nun ging es zum Boarding unserer United-Maschine. Aber Moment!!!- noch nicht für uns, denn wir als Economy-Reisende hatten erst einmal Pause, zunächst stieg die BusinessClass und die EconomyPlus ein. Dieses Szenario wirkt auf Gleichheitsfanatiker, wie ich defintiv einer bin, leicht befremdlich und wiederholte sich auf allen unseren Flügen. In den Staaten wurde der BusinessClass sogar ein roter Teppich (!) ausgerollt, während wir an irgendwelche Hindernissen vorbei, durch einen abgesteckte Parcours gehen mussten. Immerhin hatten meine Frau und ich das Privileg, dass wir auf unseren Flügen meistens hinten saßen, und daher zumindest bei der Economy immer mit die Ersten waren, die einsteigen durften (es ging nämlich meist nach Sitzreihen geordnet von hinten nach vorne). Ich ging dann immer demonstrativ langsam und stellte mir vor, ich sei ein verspäteter BusinessClass-Passagier. Wenn es mir dann noch gelang meinen Fuß heimlich kurz noch im Vorbeigehen auf den roten Teppich setzen zu können, dann war mein Glück perfekt;-) Aber mit dem Aloha-Spirit, der mir anscheinend entgegengekommen war und mich nun vollends erreicht hatte, lacht man auch hierüber. Und nach einem unauffälligen Flug auf dem wir mal wieder mehrere Formulare ausfüllen mussten, waren wir auch schon in San Francisco. Jetzt wurde es also ernst, gemeinsam mit einigen Dänen waren wir also in den USA angelangt. Wir schritten einen langen Gang entlang und bekamen schon einen ersten Eindruck vom amerikanischen Temperament, denn ein uniformierter Zollbeamter rief uns Einreisenden lachend immer wieder zu: Kommen Sie schnell! Come on! schnell weiter!!! Avanti! Pronto! Allez, Allez! Er schien tatsächlich rudimentäre Sprachkenntnisse in vielen Sprachen zu haben und war anscheinend eine Art Entertainer des Zolls. Er hatte anscheinend dafür zu sorgen, dass die Einreisenden sich zügig an die verschiedenen Schalter verteilen sollten, und das klappte auch ganz gut. Außerdem brachte der Vogel etwas Fun in die doch eher steife Geschichte. Natürlich war es wieder so, dass wir zunächst an dem Schalter anstanden, wo anscheinend der einzige Azubi saß. Es tat sich nämlich nichts, während um uns herum sich die Schlangen an den benachbarten Schaltern immer mehr auflösten. Meine Frau schaltete vor mir (ich bin traditionell etwas langsamer was Entscheidungen angeht) und zog mich zum Nebenschalter. Wir kamen dann auch wirklich schnell dran. Nun standen wir vor einem US-Zollbeamten. Er war, wie alle anderen Beamten hier, asiatischen Ursprungs. Hätten wir es nicht besser gewusst, hätte man meinen können, wir seien nach Hongkong eingereist. Ich muss zugeben, ich war recht nervös, denn man hört und liest ja so vieles, über die Einreise in die USA und die hohen Sicherheitsvorkehrungen. Außerdem über die weiten Vollmachen von uniformierten US-Staatsdienern. Aber es war ganz anders, wie auch auf unserer ganzen Reise. Der Zollbeamte war cool und stellte uns routinemäßig einige Fragen, scannte beide Pässe (!) und dann war es auch schon überstanden. Wir waren jetzt wirklich in den USA angekommen!
San Francisco, die Stadt der Hügel und Cable Cars Wir nahmen ein Shuttle vom Flughafen zum Hotel Carlton (beides hatten wir auch von Deutschland aus im Internet gebucht) und gingen nachdem wir unser Zimmer eingeräumt hatten noch einige Runden durch die Straßen von S.F. um uns im ersten Supermarkt mit einigen Keksen und Wasser eindecken. Wir gingen zum Hotel zurück und legten uns erschöpft ins Bett. Ich schlief ein, in der Hoffnung, dass mich kein Erdbeben weckt (und bitte schon gar nicht das Big One). Als ich wach war, waren es 4.10 a.m . Das war in den Tagen in der Stadt unsere normale Aufstehzeit, denn die Zeitumstellung ist nicht so einfach. Aber im Grunde genommen war es ein Vorteil, denn wir hatten wirklich einen langen Tag zu Verfügung um S.F. zu erkunden. Ein Frühstück hatten wir in unserem Hotel nicht gebucht, denn man hatte uns gesagt, dass sich das Breakfast in den amerikanischen Hotels im Preis-Leistungs-Vergleich nicht lohnen würde. Man sollte alternativ eine Bakery aufsuchen und dort frühstücken. Wir haben an unserem ersten Tag ganz darauf verzichtet und uns mit den äußerst leckeren Schokoladenkeksen und frischem Obst bei Laune gehalten. 1. Tag in S.F. Auf der Seite www.sfjourney.com hatte ich mich vor unserem Urlaub über San Francisco informiert und gelesen, dass der 49-Mile Scenic Drive eine gute Möglichkeit ist, die Stadt kennenzulernen, denn an diesen Rundweg sind eigentlich alle Highlights der Stadt angebunden. In unserem Hotel hatte man uns eine Karte gegeben, wo der Scenic Drive verzeichnet war. Wir hatten uns vorgenommen, diesen per Pedes abzulaufen. Alternativ kann man es auch mit dem Wagen oder dem Bike machen. Nach heutiger Sicht empfehle ich das Bike;-), denn zu Fuß ist das schon eine harte Geschichte. Wenn man bedenkt, dass eine Meile etwas mehr wie 1,6 km ist, kann man sich vorstellen, was das für eine laaaaange Strecke ist. Der Name 49-Mile kommt ja nicht von ungefähr. Insbesondere sollte man nicht vergessen, dass die Stadt ziemlich steile Straßen hat. Das hat man bei der Stadtgründung vermutlich so ausgesucht, damit die CableCars genügend Speed bekommen;-) Die Strassen von San Francisco (c) Aber nun zur eigentlichen Tour. Wir verließen also unser Hotel und guckten kurz in den Stadtplan. Man hatte mir gesagt, dass die Amerikaner sehr hilfsbereit und kontaktfreudig seien und es dauerte tatsächlich keine 2 Sekunden bis uns ein Einheimischer fragte, ob wir Hilfe benötigten. Es stimmte also tatsächlich! Zunächst ging es durch verschiedenen Wohn- und Geschäftsviertel. Da bekam man schon einen ersten Eindruck von der Stadt, die man aus so vielen Filmen irgendwie schon kennt. Die typischen Häuserfassaden, mit den langen Außenleitern und Treppen, auf denen im Film oft die Verfolgsungsjagden beginnen. Es war noch recht früh, aber in den Straßen von San Francisco war schon ein ziemlicher Trubel in Downtown. Schulkinder waren bereits unterwegs, sowohl in Uniform als auch ohne. Die Feuerwehr in den typischen US-Feuerwehrautos, die einen gewissen Retrostyle verbreiten, waren in den Straßen ebenfalls unterwegs. Polizei und Ambulance natürlich auch, mit und ohne Sirene. Überhaupt hört man in dieser Stadt recht häufig Sirenen, ich wohne zwar nicht in der Stadt, aber ich glaube in einer deutschen Stadt geht es etwas ruhiger zu. Zumal die deutschen Sirenen von Polizei & Co. nicht ganz so penetrant und nervig sind wie die US-Versionen. Anhand der übersichtlichen städtischen Gliederung und unseres Stadtplans fanden wir dann auch mühelos nach Chinatown. Das war nun wirklich so, wie ich mir Hongkong vorstelle. Überall wehten chinesische Flaggen und es waren eigentlich sämtliche chinesischen Einrichtungen vorhanden wie Supermärkte, Schulen, Kultureinrichtungen, Parks usw. Das Tor nach Chinatown (c) Hier in Chinatown waren gerade sämtliche Eltern dabei ihre Kinder zur Schule zu bringen. Wir gönnten uns dann doch noch hier in einem Subway ein Baguette und einen Schokodrink, quasi als zweites Frühstück. Gestärkt gingen wir weiter und erreichten die Grace Cathedral am Huntington Park. In der Kirche war eine Flügel komplett dem Kampf gegen Aids gewidmet, mit einigen interessanten Ausstellungsstücken. Im Huntington Park konnte man den Einheimischen beim TaiChi zuschauen. Weiter ging es bergauf, bergab in Richtung Finanzviertel. Hier herrschte so richtig dichter Verkehr. Überall waren rings um uns herum nur große und pompöse Gebäude zu sehen. Eines davon stach dann pllötzlich heraus. Das Transamerica Building. Wir hatten es schon in vielen Filmen gesehen, die in San Francisco spielten. Das Transamerica Buidling (c) Für uns ging es nun weiter zur bekannten Lombard Street auf dem Russian Hill, die gern als kurvenreichste Straße der Welt (8 Kurven auf 145m) bezeichnet wird, wobei die Vermont Street im Stadtteil Potereo Hill eigentlich steiler ist (5 Kurven auf 85m). Die kurvenreiche Lombardstreet (c) Weiter ging es nun Richtung Hafen und Fisherman´s Wharf. Hier ergaben sich im Vorfeld schon herrliche Ausblicke, die Straßen hinunter in den Hafen und in Richtung Alcatraz. Im Hafen lagen Segelschiffe und auch einige Marineschiffe waren von weitem schon erkennbar. Hier steht auch das Mechanical Museum, das wir kurz durchstreiften. In diesem Museum sind viele alte Automaten aufgestellt, wo man für z.B. 50 Cent die Puppen tanzen lassen kann. Da kann man den Weihnachtsmann Geschenke fertigen lassen oder auch Baseball oder Flipper spielen. Ganz nett, zumal hier wirklich das Flair vergangener Zeiten aufkommt. Direkt daneben streiften wir an Pier 45 dann noch im Vorbeigehen die USS Pampanito, ein U-Boot aus dem 2.Weltkrieg und die SS Jeremiah O'Brien, ein Militärfrachtschiff ebenfalls aus der Zeit des 2.Weltkriegs. Wir gingen den Fishermen´s Wharf etwas zurück, vorbei an vielen italienischen und amerikanischen Restaurants und einer ganzen Reihe von Fischbuden, wo man vermeintlich frische Krabben und Fische kaufen konnte. Für derartige Kost war es uns aber noch etwas zu früh, alleine der Geruch reichte aus, um unseren Schritt etwas zu steigern;-)
Die Marina erinnerte mich an italienische Adriaorte mit ihren typischen kleinen Häfen, es ist dem Viertel also wirklich noch anzumerken, dass es um 1900 von italienischen Fischern gegründet wurde.
Danach führte unser Weg endlich in Richtung Golden Gate Bridge. Wir hatten die Brücke schon von vielen Stellen der Stadt aus weiter Ferne gesehen und nun freuten wir uns, endlich näher an das Bauwerk zu heranzukommen. Wir kamen zunächst in einen Parkbereich, den Presidio. Wir setzten uns am Anfang des Parks auf eine Parkbank vor dem Exploratorium & dem Palace of Fine Arts. Diese Gebäude gruppieren sich an einem kleinen See, der sehr schön angelegt ist. Wir wollten uns nun an einigen Schokokeksen stärken und es dauerte keine zwei Sekunden und die ersten Tauben waren da. Zuerst glaubten wir die Situation unter Kontrolle zu haben, aber dann kam eine zweite TTW (Tauben Tsunami Welle) und stürzte sich auf uns und die Kekse. Ich muss gestehen, dass ich nie gedacht hätte, dass in meinem Leben einmal wirklich Angst vor Tauben haben würde. Das war die Vorhut der Tauben, hier noch völlig harmlos (c) Sie sprangen auf unsere Hände und rissen uns förmlich die Kekse aus der Hand, sie sprangen auf unsere Köpfe und tanzten auf unseren Schuhen. Neben uns saßen zwei Japanerinnen, die ebenfalls einen verzweifelten Kampf gegen die fliegenden Ratten führten, und diesen letztendlich aufgaben und sich zurückzogen. Nun war auch für uns der Punkt gekommen, die verbleibenden Kekse zu retten und uns ebenfalls zurückzuziehen. Immerhin hatten wir einige Sekunden länger als die Japanerinnen ausgehalten, so dass unser Ego nicht ganz dahinschmolz. Wir sammelten uns, und setzen unseren Rundweg durch S.F. fort. Der Bereich um die Golden Gate Bridge und die umgebende Küstenzone wird auch als Golden Gate National Recreation Area bezeichnet. Wir erreichten die Golden Gate Bridge über eine Art Dünenlandschaft, die ein bisschen an Holland erinnerte. Es ergaben sich herrliche Fotomotive, die allerdings 50m später wieder hinfällig waren, da sich die Brücke nun noch schöner präsentierte. Die Golden Gate Bridge (c) Sie hing zwar, wie so oft, im oberen Bereich der Stützpfeiler im Nebel, aber das tat ihrem Charme keinen Abbruch. Im Gegenteil, allerdings taten uns mittlerweile schon langsam die Füße weh und wir beschränkten uns, die Brücke nur ca. 30m zu begehen und genossen noch etwas die Aussicht. Außerdem beobachteten wir einige Japaner, die sich vor der Brücke wehenden US-Flagge gegenseitig fotografierten. Jetzt mussten wir aufpassen nicht einzurosten und zwangen uns nun, weiter die Küste streifend den Lincoln Boulevard entlang . Hier ergaben sich weitere herrliche Aussichten und wir kamen an wirklich schönen Strandabschnitten vorbei. Aber da das Wetter nicht so einladend war, konnten wir der Badelust leicht widerstehen. Jetzt kamen wir an einem Punkt, wo wir dann doch den 49 Meilen-Rundweg abkürzten, denn wir gingen direkt zum Golden Gate Park. Dieser Park ist größer als der Central Park in New York, nämlich ca. 5 km lang und 800 m breit. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich mir gewünscht unser Rundweg hätte den Park der Breite nach durchzogen, leider ging er aber der Länge nach durch;-) Meine kräftigen Oberschenkel haben einen Nachteil, nach ca. 8h wandern, und viel Schweiß, meldet sich ein Wolf. Ja, ich hatte mir tatsächlich ´nen Wolf gelaufen und der meldete sich jetzt jaulend bei jedem Schritt. Ich bemühte mich also breitbeinig und langsam zu gehen, hatte aber kaum Augen für den schönen Park, mit seinen Wasserfällen, Seen und Gärten. Etwas schade war, dass der Park eigentlich kein Park im deutschen Sinne ist. Für mich ist ein Park ein abgeschlossener Grüngürtel, hier war der Park allerdings von mehreren stark befahrenen Straßen durchzogen, die wir drei (meine Frau, ich und mein Wolf) hin und wieder überqueren mussten. Und das am bestem Z.Z., also ziemlich zügig. Leider hatten wir auch etwas die Orientierung verloren und gingen verschiedene Abschnitte doppelt. Zum Glück fragte uns ein hilfsbereiter Radfahrer, ob wir Hilfe bräuchten und brachte uns nach einem kurzen Smalltalk, mit der üblichen Standardfrage "Where do you come from?", wieder auf den richtigen Weg. Er erzählte uns, dass er Freunde in Hamburg habe, der liberalsten und regenreichsten Stadt in Deutschland. Wir antworteten darauf allerdings very amused, dass auch Köln und das Rheinland sehr liberal sei und leider auch sehr regenreich;-) Wir verabschiedeten uns vom unserem Freund und setzen unsere Wanderung nun in der richtigen Richtung fort. Nach einem kurzen Stop in einem idyllischen Parkstück, wo wir einem älteren Pärchen von asiatischen Einwanderern zuguckten, wie sie ca. 10 verschiedenen Ballsportarten ausprobierten (Frisby, Federball, Strandball etc.) kamen wir zu einem herrlichen Rosengarten. Hier blühten die herrlichsten Rosen und viele Touristen nutzen sie als Fotomotive. Wir natürlich auch! So langsam näherten wir uns dem Ende unseres ersten Tages, sowohl zeitlich als auch Kilometermässig. Wir durchquerten noch den Panhandle, einen ganz schmalen Streifen des Golden Gate Parks, der noch ca. 1,5 Meilen in die Stadt hineinreicht. Hier bewegt man sich im Grünen, ist aber schon unmittelbar von schönen Wohnvierteln umgeben. Im diesem Teil des Parks war sehr viel los, viele machten ein Picknick und zahlreiche Radfahrer huschten an einem vorbei. Nachdem wir den Park nun endgültig verlassen hatten, kamen wir nach einigen weiteren Straßenzügen zum Alamo-Sqare, mit Aussicht auf die Painted Ladies. Die Painted Ladies (c) Diese vikorianischen Holzhäuser sind wirklich hübsch und ein klassisches Fotomotiv und früher waren weitere Teile von S.F. derart nett bebaut. Leider gibt es heute nicht mehr so viele Häuser dieser Art, seit das Erdbeben von 1906 und der darauf folgende Brand sie zerstörten. Einige hundert Meter weiter kamen wir dann in die Area um den Civic Center zu einigen repäsentativen Bauwerken, wie die City Hall, das Opera House, dem Herbst Theatre, Davies Symphony Hall und dem S.F. War Memorial & Performing Arts Center. Die City Hall war schon recht imposant und machte natürlich einen ganz anderen Eindruck als ein Rathaus einer deutschen Großstadt. An einigen Gebäuden prangte dann noch das Wappen vom Great State of California, und ich musste etwas Schmunzeln, als mir bewusst wurde, dass tatsächlich Arnold Schwarzenegger der Governeur dieses wichtigen Bundesstaates der USA ist. Wir machten dann noch auf unserem Weg zu unserem Hotel kurz einen Stop bei McDonalds. Allerdings grenzte dieser an Tenderloin, einem Viertel, vor dem man uns ausdrücklich im Hotel gewarnt hatte. Es war in der Tat auffallend, das hier sehr viele Obdachlose unterwegs waren. Insgesamt wirkte hier die Stimming sowieso etwas angespannt, ich erinnere mich, wie ich an einem mexikanischen Restaurant vorbeiging und am Fenster stehenbleib, um den Gästen -zugegeben recht deutlich- auf den Teller zu blickten. Ein jüngerer Mann schaute mich dermaßen aggressiv an, als ob er Angst hätte, ich wollte ihm sein Essen weggucken! Um Schlimmeres zu vermeiden zerrte mich meine Frau weiter und wir erreichten erschöpft unser Hotel. Ein ereignisreicher Tag in S.F. war zuende! 2. Tag in S.F. Heute wollten wir es etwas ruhiger angehen lassen. Ich hatte Alcatraz bereits im Internet vorgebucht und so ging es um 9.30 a.m. auf die berühmt-berüchtigte Gefängnisinsel. Vorher wollten wir noch in einer Bakery frühstücken. Eigentlich wollte ich nur einen Donut, am Ende saß ich an einem Tisch und aß ein Omelette nach Denver-Art. Und das hatte es wahrlich in sich. Von ihm wäre vermutlich der gesamte Denver-Clan satt geworden. Das Omlett bestand aus ca. 10 -15 Eiern, war belegt mit Käse, Schinken, Speck und Zwiebeln. Um das Ganze etwas bekömlicher und leichter zu machen, lag es auf einem dicken, den kompleten Teller umfassenden Rösti. Ich würzte mir das Essen mit Ketchup und einer scharf-sauren Soße. Da ich gut erzogen bin, machte ich meinen Teller natürlich leer. Schließlich sollte das Wetter heute schöner als gestern werden. Natürlich hatte ich mir vor dem Omelette noch zur Überbrückung zwei Donats bestellt. Na ja, um es abzukürzen. Es ging mir wahrlich nicht gut als wir die Bakery verließen. Meiner Frau ging es deutlich besser, denn sie hatte sich ein Sandwich bestellt und selbst mit Salat, Tomate, Gurken und Schinken zusammengestellt. Mein Magen ist aber einges gewohnt und nach ca. einer halben Stunden war ich wieder ansprechbar und halbwegs manövrierfähig. Wir erreichten Pier 33 und holten unsere vorreservierten Tickets ab. Dann stellten wir uns brav in der Schlange an. Nach einigen Minuten wurden wir mit den anderen Touristen auf das Boot getrieben. Die Überfahrt dauerte ca. 20 Minuten. Ich nutzte die Gelegenheit um mit dem Camcorder einige Szenen auf das Panorama der Stadt vom Wasser aus gesehen zu filmen. Die Aussicht war wirklich traumhaft und die Bucht lässt sich von hier aus gut überschauen. Auf Alcatraz angekommen, gingen wir zunächst der Masse nach. Es erwartete uns ein Ranger vom US National Park Service, da dieser die Insel verwaltet. Da der Ranger kaum zu verstehen war, gingen wir einen schmalen Fussweg hoch zum eigentichen Gefängnis. Wir machten die etwa 45 Minuten dauernde und sehr informative Audiotour (Deutsch) und schossen noch einige Fotos. Insgesamt ist Alcatraz auf jeden Fall ein Erlebnis der besonderen Art. Die Zellen wirken sehr bedrückend und mit der Audiotour erhält man Informationen von ehemaligen Wärtern und Insassen zum Leben auf der Insel, zu den Ausbrüchen und dem Gefangenenaufstand. Alcatraz hat auch einige alte, verfallene Gebäude (c) Neben dem Gefängnis gibt es noch einige alte und verfallene Gebäude auf der Insel und einige schöne Fotostellen. Wir fuhren nach ca. 2h Aufenthalt wieder mit der Fähre in die Stadt zurück und waren froh, auf Alcatraz nur als Touristen anwesend gewesen zu sein. Wieder an Land, gingen wir zunächst zu den Seelöwen auf Pier 39. Die Seelöwenkolonie, die sich hier angesiedelt hat ist eine der Hauptattraktionen der Stadt. Die Tiere liegen auf enigen großen Holzplatten und machen einen heiden Krach. Das Ooh, Ooh, Ooh lockt allerdings mehr Touristen wie Seehunde an. Trotzdem kriegt man leicht einen guten Blick auf die Tiere und es ist wirklich eine Wonne sie dabei zu beobachten, wie sie sich gegenseitig von den Platten schieben und nicht mehr drauf lassen. Die schweren Bullen führen regelrechte Showkämpfe vor, die etwas an Wrestling erinnern. Absolut sehenswert! Die Seelöwen-Gang findet man an Pier 39 (c) Wir schlenderten dann noch etwas weiter durch den Pier mit seinen Souvenir-Shops und kleinen Einkaufsläden. Hier jonglierte auch ein Hobbykomiker, der auf einer Bühne stand und die Leute gerne mit in seine Show einbezog. Meine Frau machte deshalb einen besonders großen Bogen um die Bühne und war schnell in einem Shop verschwunden. Da dieser Shop nicht viel Sinnvolles anbot, gab ich mir aber alle Mühe sie schnellstens wieder herauszulocken und wir verließen den Pier. Wir spazierten dann noch zum Aquatic Park zwischen Hyde Street Pier und Fort Mason. Hier befindet sich auch das National Maritime Museum und wir schauten uns die Schiffe und Fischerhäuser dort an. Nun war es höchste Zeit endlich das berühmteste Transportmittel San Franciscos zu benutzen, die Cable Cars. Wir gingen die Taylor Street hinauf zum Drehpunkt der bei Touristen beliebtesten Cable Car Linie, der Powell-Mason-Line. Alleine schon das Besteigen der Cable Car war aufregend, und die Fahrer sind äußerst unterhaltsam und eigentlich schon Sehenswürdigkeiten für sich. Da wird sich sehr extrovertiert unterhalten, gelacht und gejoked. Wir ergatterten ganz gute Plätze und saßen mit dem Gesicht zur Seite. Hinter uns war der Fahrer immer am Steuern und vor unseren Gesichtern hielten sich an den Stangen weitere Fahrgäste fest. Mit denen hätten wir allerdings nicht tauschen wollen, insbesondere, wenn sich die Cable Cars in anderer Richtung gefährlich näherten. Drehpunkt der Cable Cars (c) Nachdem einige Fahrgäste abgesprungen waren, sprangen wir auch nach einigen Meilen ab und waren froh, diese Erfahrung gemacht zu haben. Es ist schon sehr beeindruckend und man erhält teilweise wirklich gut Schwung, wobei die Fahrer dann doch leider bei roten Ampeln bremsen müssen. Nachdem wir uns noch frisches Sushi gekauft hatten, gingen wir ins Hotel zurück und hatten auch den zweiten Tag sehr ereignisreich in S.F. verbracht. 3. Tag in S.F. Heute mussten wir uns dann von S.F. verabschieden. Die Stadt hatte uns sehr gut gefallen und nun war es Zeit für unser eigentliches Reiseziel Hawaii. Unser Shuttle holte uns am Hotel ab und nun ging es mit großen Schritten in Richtung Pazifik und Polynesien.
Hawaii Insel Oahu Wir erlebten einen interessanten Flug auf dem wir ein schottisches Pärchen kennenlernten, dass mittlerweile nach Virginia ausgewandert ist und nun am Vulkankrater am Diamond Head in Honolulu heiraten wollte. Besonders gefreut hat uns aber, dass sie uns bestätigten, dass wir gutes Englisch sprechen würden. Das war Balsam für unsere Seelen, denn in S.F. hatten wir zum Teil doch erhebliche Verständigungsprobleme, weil insbesondere der Slang und die Geschwindigkeit der Gesprächspartner uns zu schaffen machten. Überhaupt war uns auf unserer gesamten Reise aufgefallen, dass die Amerikaner oft sehr schnell sprachen. Wenn man dann mit einem Excuse Me antwortete, wiederholte der Gesprächspartner den Satz noch einmal mindestens genauso schnell. Beim dritten Mal, bekam man dann zu hören: Oh, sorry, you don´t speak English! Es scheint so zu sein, dass jeder Amerikaner, egal in welchem Slang er redet, immer der Meinung ist, dass er das einzige normale Englisch spricht. Einen Engländer aus Oxford (bekanntlich die Heimat des Standard-English) würde er vermutlich als Sprecher eines unverständlichen Dialektes bezeichnen. Nach unserer Erfahrung lässt sich folgendes feststellen: Amerikaner aus Washington, New Mexico, Ohio, North Carlolina, Big Island und Maui konnten wir gut verstehen, Amerikaner aus Kalifornien, Texas, Kauai und Oahu eher schlechter. Dann gibt es noch Maryland, ein besonderer Fall. Ein Amerikaner aus Maryland sprach mich an und ich hatte den Eindruck er würde Ungarisch sprechen. Jedenfalls verstand ich in etwa genauso viel... Soviel nur als kleiner Exkurs zum Thema Sprache. Wir waren also am Flughafen in Honolulu angekommen. Wir sammelten unsere Koffer ein und nahmen unseren Mietwagen in Empfang (alles lief reibungslos). Auch unsere schöne Unterkunft in Kailua, etwas abseits im Norden von Honolulu war schnell gefunden und schön. Der Ort war etwas ruhiger, aber mit allem Wichtigem ausgerüstet. Es gab Banken, große Supermärkte und Restaurants. Nur 5 Minuten Fußweg von unserem Cottage entfernt war einer der schönsten Strände der Insel. Nur kurz noch etwas zu den Supermärkten. Man sollte auf jeden Fall eine Memberscard an der Kasse beantragen, weil man mit dieser einiges spart. Man erhält nämlich bei jedem Kauf deutlich günstigere Preise. Es erscheint zwar im ersten Moment etwas unsinnig, als Tourist mit Wohnsitz in Deutschland extra eine Karte zu beantragen, aber wir haben in unserem Urlaub dadurch über 120 $ gespart. Auf Oahu haben wir uns zunächst Honolulu angeschaut. Die Stadt ist als Großraumregion immerhin fast eine Millionenstadt und das merkt man. Dazu kommen noch Unmengen von Touristen, insbesondere Japaner. Es ist also wirklich etwas los hier. Wer Sushi und japanische Küche mag, wird hier sicher immer etwas Leckeres zu essen für sich finden. Das älteste Hotel am Waikiki Beach (c) Wir haben als erstes in der Nähe von Waikiki geparkt und sind am Strand entlang spaziert. Danach waren wir im Waikiki Aquarium, wo wir zahlreiche Tropenfische, Haie, Seehunde und Quallen beobachten konnten. Es lohnt sich übrigens die auf jeder großen Hawaii-Insel zahlreichen kostenlosen Touristenmagazine einzusammeln, sie sind zwar nicht so informativ und voller Werbung, aber je nachdem findet man einen interessanten Ermäßigungscoupon. Im Aquarium hatten wir z.B. einen ermäßigten Eintritt bekommen. Am Abend fuhren wir am Diamond Head an teuren Wohnsiedlungen vorbei nach Kailua zurück, machten aber vorher noch einen Stop am Halona Blowhole, einem Wassergeysir. Die Fontäne wird durch den immensen Wellengang produziert, wirkt aber wie die Geysire auf Island. Man findet Blowholes fast auf jeder hawaiianischen Insel. Am nächsten Tag standen wir ganz früh auf und fuhren nach Pearl Harbor. Hier, so hatte man uns in der TouristInfo gesagt, sollte man um 6.a.m erscheinen um direkt bei der ersten Tour des Tages dabei zu sein. Dies taten wir und lernten morgens beim Warten auch einige Amerikaner kennen. Um 7.30 a.m lies man uns dann hinein und nach einem kurzen Film, der die geschichtlichen Zusammenhänge darstellte (etwas patriotisch angehaucht), fuhren wir mit dem Boot durch das Hafenbecken zur Gedenkstätte an der USS Arizona. Über dem Wrack ist eine schwimmende Gedenkstätte gebaut, von der man u.a. auch das heute noch austretende Öl sieht (das Öl wird auch als Tränen der Arizona bezeichnet). Gedänkstätte über der USS Arizona (c) Wir fuhren nach ca. 15 Minuten mit der Fähre zurück und schauten uns noch das dazugehörige Museum an. Hier sah man einige Modelle von zahlreichen Kriegsschiffen, Flugzeugträgern, persönliche Gegenstände von Soldaten und Opfern und bekam noch einige Hintergrundinformationen zum Angriff der Japaner auf Pearl Harbor. Danach fuhren wir in den Norden der Insel Oahu. Wir stiegen an einigen Punkten aus und schauten uns die idyllischen Strände und Dörfer an. In Laie besichtigten wir zufälltig einen imposanten Mormonentempel mit geplegter Parkanlage und zahlreichen Springbrunnen. Am Engang wurde wir freundlich empfangen und am VisitCenter informierte uns eine deutschrachige Dame kurz etwas über den Glauben der Mormonen. Die Mormonen machen in dem kleinen Ort einen Großteil der Einwohner aus. Hier befindet sich auch eine Außenstelle der Universität von Provo (Utah). Deren Studenten arbeiten nachmittags im Polynesian Cultural Center. Das PCC ist ein von den Mormonen unterhaltenes Kulturzentrum zu den polynesischen Inseln. Der Eintritt war recht hoch, aber hat sich gelohnt. Hier sind authentische Dörfer aus verschiendenen Regionen aufgebaut, nämlich Hawaii, Fiji, Tahiti, Samoa, Tonga, Aotearoa (Neuseeland), Marquesas und der Osterinsel nachgebaut. Daneben finden in dem Dörfern typische Darbeitungen statt. Das geht über Liedgesänge, zu Trommelvorführungen und Kokosnüsse vom Baum holen. Das Ganze ist wirklich unterhaltsam und wir hatten wirklich den Eindruck, dass man Polynesien hier auf engstem Raum komplett etwas erschnuppern kann. Die Menschen die dort arbeiten sind im Übrigen äußerst freundlich und engagiert. Im beeindruckenden Kino kann man sich außerdem einen Film mit schönen Aufnahmen anschauen. Im Polynesian Cultural Center (c) Im PCC kann man auch ein Essen mitbuchen, wir haben allerdings darauf verzichtet und haben lediglich das typische Shave-Ice geschleckt. Dieses Eis ist ein einfaches Wassereis, mit unterschiedlichen Sirupsorten begossen. Simpel, aber äußerst erfrischend und super lecker! Das Eis gibt es auf Hawaii aber überall, nicht nur im PCC. Am Abend fuhren wir die schöne Küste entlang, vorbei am Chinaman´s Hat, einer Insel die wie ein chinesischer Hut aussieht, zurück zu unserer Unterkunft. Am dritten Tag ließen wir es morgens etwas ruhiger angehen. Wir fuhren zum Byodo-In Temple im Valley of the Temples, einem sehr sehenswerten und gepflegten buddhistischen Tempel. Er ist eine Nachbildung eines Temples im japanischen Kyoto und die typische Gongglocke durfte auch von mir betätigt werden. In den 30 Minuten wo wir dort waren, haben ca. 60 Leute gegongt, aber ich behaupte, dass ich der Lauteste war;-) Außerdem findet man in der Anlage unglaublich viele Kois, schwarze Schwäne, Vögel und sogar einige Schildkröten. Wir kauften uns im Shop etwas Fisch- und Vogelfutter. Die Vögel sind extrem zutraulich. Es war beeindruckend, wie die Vögel einem auf die Hand flogen und das Futter aufpickten, oft hatten wir bis zu 5 Vögel gleichzeitig auf einer Hand sitzen. Der idyllische Byodo-In Temple (c) Den Nachmittag verbrachten wir dann an unserem schönen Strand und mit erneutem Packen, denn morgen ging es bereits nach Kauai, unserer nächsten Insel.
Insel Kauai Auf Kauai war die Ehre des Fahrers nun an mich übergegangen. Ich bekam als Fahrzeug einen roten Chrysler Cruiser. Es war schon etwas ungewohnt automatik zu fahren, obwohl ich zugeben muss, dass man sich daran gewöhnen kann. Unser Mietwagen (c) Am ersten Tag haben wir Charlotte und John besucht. Charlotte ist die Mutter von unserer Freundin Sandy und lebt seit vielen Jahren auf Kauai. Bereits in Deutschland hatten wir uns für diesen Abend verabredet. Wir hatten uns extra noch im Supermarkt mit einem kalifornischen Rotwein ausgerüstet und nach ein wenig Suche war auch das Anwesen der beiden gefunden. Wir verbachten mit den beiden einen sehr schönen Abend. Charlotte hatte indsich gekocht (perfekt!) und gab uns noch eine ganze Reihe guter Tips für unsere drei Tage auf Kauai. Außerdem gab sie uns eine Schnorchelausrüstung mit, eine Leihgabe die wirklich gold wert war. An dieser Stelle muss ich allerdings einen kleinen Exkurs zum Thema Mücken machen. Die hawaiianischen Mücken scheinen eine Schwäche für Rheinländer zu haben. Beim nächsten Besuch werde ich mir vermutlich einige Blutkonserven mitnehmen;-) Meine Frau dürfte in diesem Urlaub 50, ich 40 Stiche bekommen haben. Bei Charlotte und John waren die Plagegeister leider auch massiv vorhanden, so dass wir uns recht schnell nach drinnen verzogen. Am nächsten Tag hieß es früh aufstehen, dies fiel uns auch gar nicht schwer, weil wir bereits ab 4.00 a.m. von tausenden von Hahnenschreien geweckt wurden. Es ist wirklich unglaublich, wieviele Hühner und Hähne auf Kauai leben. Bei dem verheerenden Hurrikan Iniki sind etliche dieser Tiere wohl freigekommen und haben sich seitdem immens vermehrt. Wer also auf Chicken steht, ist auf Kauai richtig! Wir fuhren also unter Hahnenschreien zunächst an der Inselhauptstadt Lihue vorbei Richtung Süden. Erster Stop war der Nomilu Fish Pond, dies sind große Süßwasserfisch-Aufzuchtbecken, von denen sich eine herrliche Aussicht bietet. Weiter ging es dann nach Hanapepe, wo wir auf der kurzen aber interessanten schwingenden Brücke (swinging foot bridge) gehen konnten. Der Ort selbst hatte etwas von einem Western-Dorf. Ganz nett jedenfalls. Wirklich aufhalten konnten wir uns aber nicht, denn wir hatten noch viel vor. Wir fuhren nun Richtung Waimea, wo wir vor dem Ortseingang das Russian Fort Elizabeth bzw. dessen Überreste besichtigt haben. Hier war, wie überall auf Kauai, die rote Erde besonders kennzeichnend (und natürlich einige Hühner und ein frecher Hahn). Vom Fort ist selbst nicht mehr viel übrig geblieben. In Waimea suchten wir dann noch das Captain Cook-Denkmal, dort soll er damals zuerst seinen Fuß auf Hawaii gesetzt haben. Wir liefen lange Zeit am schwarzen Strand und im Ort selbst umher, aber das Denkmal fanden wir nicht. Alle die wir fragten, hatten zwar schon einmal davon gehört, wussten aber auch nicht wo es stehen sollte. Vom Strand aus konnten wir übrigens Niihau sehen, die einsame kleine Insel, die auch die verbotene Insel genannt wird. Diese isolierte Insel befindet sich in Privatbesitz und ist heute noch vorwiegend von Polynesiern bewohnt, die noch sehr traditionell leben. Okay, wir schenkten uns die weitere Suche nach Captain Cook und fuhren nun weiter Richtung Kekaha und von dort dann auf der Kokee-Road in Richtung Waimea Canyon State Park. Es ging rauf und runter und es gab überall viel hohen Zuckerrohr zu bestaunen. Hier gab es viele verschiedene Lookouts, die wir auch fast alle genutzt haben. Die Aussicht auf den Waimea Canyon war nämlich wirklich gigantisch. Waimea Canyon auf Kauai (c) Das Wetter ist normalerweise sehr regenreich in dieser Gegend, wenn es einmal schlechter ist, sollte man etwas warten, normalerweise kann es schnell wieder besser werden. Wir hatten aber sofort Glück und genossen die klare Aussicht. Über Waimea und Hanapepe ging es dann zurück nach Kalaheo. Dort besichtigten wir die Kaffee-Plantage von Kauai Coffee. Normalerweise sind wir zwar eher Kakao-Trinker, aber hier konnten wir nicht nein sagen. Man kann nämlich dort etliche Kaffee-Sorten testen, die zum Teil äußerst interessant schmecken. Im anliegenden Shop deckten wir uns daher auch großzügig mit Kaffeesorten, wie Macadamia-Nuss-Schokolade ein. Sehr zu empfehlen! Macadamia ist sowieso der Hammer, die dicken Nüsse mit Schokolade überzogen machen definitiv süchtig und ich befürchte auch ziemlich dick, wenn man es denn mit dem Konsum übertreibt! Vom Higway 50 bogen wir hinter Kalaheo rechts ab Richtung Poipu, um uns das Spounting Horn anzuschauen. Auch dies ist wieder ein Meerwassergeysir. Dort trafen wir übrigens den freundlichen Touristen aus Maryland, den ich erst beim dritten Anlauf annähernd verstehen konnte. Weiter ging die Fahrt dann durch den Eukalyptus-Tree-Tunnel. Hier ist die Straße derart von Eukalyptus überwuchert, dass es wie ein natürlicher Tunnel wirkt. Da meine Frau und ich zu diesem Zeitpunkt etwas ausdiskutieren mussten, hatten wir ihn aber fast nicht bemerkt. Wir hatten sowieso den Eindruck, dass es imposantere Tunnel dieser Art auch an anderen Stellen gab, die aber halt keinen Namen hatten. Auf dem Rückweg ging es dann wieder nach Lihue, wo wir bei Hamura´s Saimi einkehrten. Hier gibt es koreanische Spezialitäten, in erster Linie preiswerte und reichhaltige Suppen. Absolut empfehlenswert, insbesondere auch bei Einheimischen ein beliebter Treffpunkt. Und satt wird man hier allemal! Ich hatte mir in meinem Appetit "extra large" bestellt und bekam eine Schüssel, die mancherorts vielleicht als Badewanne genutzt werden könnte. Bei Hamuras Saimi gab es leckere Suppe (c) Auf dem Weg nach Hause machten wir noch einen Stop im Lydgatte State Park um dort ein paar Runden zu schwimmen. Ein netter Ausklang für einen sehr ergeignisreichen Tag. Am zweiten Tag widmeten wir uns dem Norden von Kauai. Unser Ziel war die Napali Coast, die wir über Princeville erreichten. Wir fuhren durch Haena und hinter dem Ort parkten wir unser Auto. Direkt am Kee-Beach gibt es einen betonierten Parkplatz, leider waren wir zu spät und mussten etwas weiter entfernt parken. Am Kee-Beach geht es links auf den Wanderpfad. Entland der Küste kann man hier eine herrliche Wanderung durch den Urwald machen, und an einigen wirklich schönen Aussichtgspunkten halt machen. Hier lernten wir auch zwei junge Schweizerinnen kennen, mit denen wir dann zusammen wanderten. Wir gingen ca. 4 Meilen zum Hana Ka Piai-Beach. Die unberührte Napali Coast (c) Vor diesem Strand befindet sich ein glasklarer Fluss, in dem man sich wunderbar erfrischen kann. Im Fluss kann man sich die Füße erfrischen (c) Der Strand selbst ist absolut gefährlich. Seine Kombination aus Traumstrand und unbändiger Strömung hat schon etliche Menschen das Leben gekostet. Vor dem Strand befndet sich auch eine Warntafel, wo die Zahl der Todesopfer markiert ist. Es fällt einem schwer zu glauben, aber Badende, die nur mit den Füßen im Wasser standen, hat die Strömung von den Beinen geholt und mitgerissen. Also, auf gar keinen Fall hier ins Wasser! Dann lieber von dort aus wieder den Weg zurückwandern und am Kee-Beach baden. Hier war Charlottes Schorchel-Set wirklich richtig eingesetzt. Sandra und ich haben noch nie so viele bunte und interessante Tropenfische gesehen. In allen leuchtenden Farben und Formen kann man hier wenige Meter vom Ufer entfernt die Fische bewundern. Mit diesen Erfahrungen fuhren wir zurück nach Kapaa, unserem Wohnort und beendeten diesen schönen Tag. Am dritten Tag schliefen wir dann ausnahmsweise etwas länger, fuhren dann nach Kapaa shoppen, besichtigten danach die Wailua-Falls, die wir gut fotografieren konnten. Wailua-Falls (c) Nachmittags ging es dann noch einmal an den Strand, diesmal in Kapaa, quasi direkt vor unser Haustür. Die Wellen waren sehr großzügig, wobei dies für meine Verhältnisse schon fast zuviel war. Zurück in unserer Ferienwohnung plünderten wir unsere Lebensmittelvorräte (auf den Inlandsflügen darf man ja auch keine Lebensmittel im Handgepäck mitführen - und das übrige Gepäck war auch schon voll!). Am nächsten Morgen ging es dann ganz früh zum Flughafen nach Lihue. Dort warteten wir nach den üblichen Formalitäten (Schuhe ausziehen, kontrollieren lassen, einchecken) im Abflugsterminal. Wir saßen in einem kleinen Raum (ca. 50 Sitzplätze) und dort tobte ein mittlerer Hurrikan. Das Flughafenpersonal hatte anscheinend Angst, den Passagieren könnte zu warm werden, jedenfalls hatten sie ca. zehn riesige Ventilatoren aufgestellt, die mit voller Kraft immer weiter vor sich hin plästerten. Wir warteten eigentlich nur darauf, dass endlich jemandem das Toupet fliegen gehen würde. Vollkommen durchgefroren und mit Rückenwind flogen wir dann zurück nach Oahu, um von dort direkt die Anschlussmaschine nach Big Island zu nehmen. Flugzeug von Hawaiian Airlines (c)
Big Island (Hawaii) Wir landeten in Kona im Westen von Big Island. Alternative hierzu wäre Hilo im Osten gewesen, aber unsere Unterkunft in Captain Cook Town, lag nicht weit von Kona entfernt. Unser erster Eindruck von Big Island war eher enttäuschend, nach den üppigen Inseln Oahu und Kauai erinnerte uns diese Gegend eher an Islands Hochland. Die vulkanische Landschaft wirkte deutlich uneinladender als die bisherigen Inseln. Aber gut, Big Island ist ja groß wie der Name schon sagt. Wir erreichten unsere Unterkunft Kona Belle-Vue in Captain Cook Town und wurden von Vivianne, einer gebürtigen Elsässerin auf deutsch begrüßt. Dies war schon eine positive Überraschung, da wir uns dadurch natürlich mit ihr wesentlich besser als mit den bisherigen Vermietern verständigen konnten. Sie gab uns einige Tips für die Insel und zeigte uns unsere Unterkunft. Wir waren direkt begeistert von unserer Rose-Garden Suite. Die Ferienwohnung war gut und sehr liebevoll eingerichtet. Außerdem hatten wir eine tolle Aussicht auf die Westküste von Big Island und im großen Garten fanden wir ganz viele bunte Vögel, Eidechsen und Pflanzen. Das Bett war himmlisch und die Küche war nahezu komplett. Unser Eindruck von Big Island wurde nun doch immer besser. Wir wollten den ersten Tag nicht ungenutzt lassen und fuhren hinunter zum Strand in die Kealakekua-Bay um dort zu schnorcheln. Außerdem wollten wir zum Captain Cook Denkmal, hier sollte es nämlich auch ein dem britischen Captain gewidmetes Denmal geben (und dieses zu erreichen war auch wieder schwieriger!). Am Ende der Straße stoppte uns nämlich ein kräftiger Einheimischer und erklärte uns, während er sich einige Pommes reinpfiff, dass wir das Denkmal nicht zu Fuß erreichen könnten. Es ginge nur mit einem Kayak, nur damit könnte man zum Denkmal rudern und dann dort schnorcheln. Zufälligerweise vermietete er auch Kayaks und machte uns einen Freundschaftspreis uns eines statt für 60 $ für schlappe 50$ für 2 Stunden zu überlassen ;-) Wir lehnten dankend ab, da wir uns nicht vorstellen konnten, dass das Denkmal wirklich nur mit dem Kayak erreichbar sei. Wir drehten uns und besuchten eine Bibliothek (Library) um Emails abzurufen und vielleicht dort mehr zu erfahren. Die Angestellte in der Library war sehr hilfsbereit (und absolut gut zu verstehen, da sie wirklich Englisch sprach) und erklärte uns, dass es in der Tat schwierig sei, das Denkmal zu erreichen. Es gäbe zwar einen Weg, aber der führe zum Teil auch durch Privatgelände. Sie verwies uns außerdem auf einen Reitstall in der Nähe, dessen Besitzer ihr einmal angeboten hätten, falls Leute nach dem Weg zum Denkmal fragen würden, könnten sie den Weg dorthin genauer erklären. Wir bedankten uns für den Tip und fuhren zum Reitstall. Die Leute dort waren ebenfalls sehr nett und beschrieben uns dann den "geheimen" Weg. Irgendwie kam uns das zwar alles sehr famos vor, aber wir fuhren dann wie beschrieben die nächste Straße hinunter um dann einen ca. zweistündigen Fußmarsch zu starten. Wir parkten und das erste Auto was uns aussteigen sah, hielt an und fragte uns, ob sie uns helfen könnten. Wir sagten, wir wollten zum Denkmal wandern. Sie rieten uns, ... oh was für ein Zufall...wir sollten ein Kayak nehmen und liesen uns nicht mehr aus den Augen. Mir wurde irgendwie mulmig, denn die Kayak-Mafia schien hier wirklich mächtig zu sein, aber wir gingen weiter. Nachdem uns dann einige Hunde den Weg verperrten und sich die Stimme aus dem Körper bellten, beschlossen wir aber letztendlich doch kehrt zu machen und uns an einem anderen Tag nach einem, jawohl KAYAK umzusehen. Das Macadamia-Nuß Museum (c) Wir fuhren dann nach Puuhonua O Honaunau, und besichtigten dort ein kleines Museum, dass sich der Macadamia-Nuß widmet. Eine nette Hawaiianerin erklärte uns kurz vor ihrem Feierabend noch einige Fakten zum Anbau und zur Verabreitung der Nüsse. Wir kauften ihr noch ein Paket ab und fuhren weiter zu einem Strand, wo sich abends meist einige Meeresschildkröten einfinden sollten. Und wir hatten Glück, wir sahen einige und eine konnte ich sogar beim Schnorcheln im Wasser bestaunen. Einmalig! Na wer ist denn da aufgetaucht? (c) Abends sagten wir noch beim Chinesen um die Ecke hallo und vielen danach ziemlich müde ins Bett. Am nächsten Tag war nun einer der Höhepunkte unserer Reise angesagt: Der Hubschrauberrundflug über den Volcano National Parc von Hilo aus. Wir fuhren früh morgens los, um rechtzeitig dort zu sein. Big Island ist mit 10.450 qkm Fläche die mit Abstand größte Insel Hawaiis und immerhin viermal so groß wie das Saarland. Von Captain Cook Town nach Hilo brauchten wir ca. 2 h. Wir durchfuhren sehr verschiedene Landschaften, die uns an Island, Irland, Madeira, die Alpen und die Eifel erinnerten. Big Island ist wirklich sehr vielfältig und das Schönste ist, dass es hier vielfach klimatisch einfach angenehmer ist. Durch die Höhenunterschiede hat man hier zum Teil sehr gemäßigte Temperaturen und das hat uns natürlich sofort zugesagt. Es hat etwas von ewigem Frühling. Wir fuhren auch am zweithöchsten Berg, dem Mauna Loa (4.169 m) und an dampfenden Vulkanfeldern vorbei. Wir erreichten den Flughafen ungefähr 1 h zu früh und so nutzten wir die Zeit noch etwas um Hilo kurz kennzulernen. Im Park der Stadt fanden wir auch endlich die lange gesuchten Nene-Gänse, der Nationalvogel Hawaiis. Wir fuhren dann schon etwas nervös zum Flughafen und wurden mit zwei anderen Fluggästen nun vom Bodenpersonal eingewiesen, wie sich auf dem Flug verhalten werden sollte. Ich sollte vorne rechts sitzen und hatte daher eine verantwortungsvolle Aufgabe zu erfüllen, ich sollte nämlich falls es erforderlich sei, im Notfall die Tür entriegeln. Nene-Gäse, der Nationalvogel Hawaiis (c) Da flog auch schon Jim, unser Pilot heran und wir mussten der Reihe nach einsteigen. Sandra und ich saßen vorne und hatten die ganze Zeit eine super Aussicht. Das Wetter war gut und Jim beglückwünschte uns alle zu diesen perfekten Bedingungen. Wir flogen über die dampfenden Lavafelder des Volcano National Parcs und sahen, wie die Lava das Meer erreicht. Dort schoss eine besonders dichte Dampfwolke empor. Über dem Volcano National Parc (c) Dann folgen wir über die Macadamia-Plantagen, Volcano Village und die Stadt Hilo sowie verschiedene Wasserfälle. Die Erde sieht eben aus der Luft noch viel schöner aus, dachte ich mir und war auch von dem Fluggefühl begeistert. Es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht und auch wenn es nicht ganz billig war, es hat sich gelohnt. Gebucht hatten wir den Flug schon im Internet und hatten dadurch einen Rabatt, alternativ erhält man aber auch in den Touristenheftchen wie Big Island Gold etc. Reduce-Coupons (Keine Gewähr!). Mit platten Haaren aber voller stolz wieder am Boden (c) Wir kauften uns nach dem Flug noch die CD, mit der der Flug aufgezeichnet wurde und dann unterhielten wir uns noch mit einem unserer Mitpassagiere. Er war Rentner aus Bonn und besuchte einige Freunde in der Pazifikregion, als nächstes wollte er nach Samoa. Ach, ja - Renter sein und die Welt bereisen. Beneidenswert! :-) Nach diesem Erlebnis fuhren wir noch nach Hilo und besuchten dort den Farmers Market, wo wir frisches Sushi essen konnten. Danach gingen wir in das Tsunami-Museum, das nicht nur zufällig in Hilo steht. Hilo ist nicht nur durch Vulkane gefährdet, nein auch ist die Umgebung besonders anfällig für Tsunamis. Tsunami-Warnschild (c) Die Stadt wurde schon einige Male von den zerstörerischen Wellen verwüstet. Viele Beben z.B. in Chile haben auf Hilo schlimme Auswirkungen gehabt. Heute versucht man sich durch Wellenbrecher zu schützen. Ein positiver Begleiteffekt für die Stadt ist, dass sie eine der billigsten Städte auf ganz Hawaii ist. Die Miet- und Kaufpreise sind hier sehr günstig und die Lebenshaltungskosten ebenfalls. Dies merkten wir z.B. schon bei einem Shave-Ice. In Hilo kostete ein Ice 1 $, anderswo auf Hawaii ca. 2-3 $. Akaka-Falls (c) Wir verließen die Stadt und besichtigten die Akaka-Falls. Hier hatte es etwas von Jurassic Parc, hoher Bambus und riese Pflanzen. Auch die Wasserfälle waren sehenswert. Wir fuhren dann weiter über die Hawaii-Belt-Road in den Norden zum Waipio-Valley. Dieses ist heute unbewohnt, weil es ebenfalls häufig von Tsunamis zerstört wurde. Hier gab einen schönen Lookout. Toller Lookout am Waipio-Valley (c) Über Waimea (Kamuela) ging es dann durch den Norden der Insel (u.a. auch mit Blick auf den Mauna Kea, dem höchsten Berg Hawaiis 4.205 m) mit seinen bizarren Landschaften zurück an die Westküste. Spät abends erreichten wir, nachdem wir die gesamte Insel umrundet hatten, bei finsterer Nacht unsere Unterkunft. Der nächste Tag brach an und wir fuhren diesmal Richtung Süden zum South Point, dem südlichsten Punkt der USA! Von dort aus fuhren wir zur Kaulana-Bay. Dort parkten wir unser Auto und wanderten dann durch ganz viel Sand und Staub ca. 80 min. zur Green Sands Beach. Der grüne Sand war nur mit viel Phantasie als grün zu erkennen, jedoch wenn man genauer hinsah, konnte man viele kleine Olivinkristalle wahrnehmen. Dann fuhren wir zum Volcano National Parc, besichtigten dort das Besucherzentrum, sahen uns einen Film zum Thema Vulkanismus an und liessen uns einige Tips von einem Ranger geben. Er teilte uns mit, dass die Crater-Rim-Road heute nicht komplett befahrbar sei, weil im Halemaumau Crater ganz frisch ein Loch entstanden sei. Das frische Loch am Halemaumau-Crater (c) Wir wanderten und fuhren dann einige Strecken ab (z.B. den Thurston Lava Tube), um dann nach einem kurzen Besuch im Volcano House (bereits 1846 erbaute Lodge) gegen Abend das Loch im Crater zu beobachten. Je dunkler es wurde, umso mehr konnte man die schimmernde Lava erkennen. By the Way trafen wir das schottische Ehepaar wieder, die frisch auf Oahu geheiratet hatten. Da es immer frischer wurde, machten wir uns dann aber auf den Heimweg. Am dritten Tag gönnen wir uns etwas länger Schlaf, und nach einen gemütlichen Frühstück auf unserer Terrasse machten wir uns auf zu einem Kayakverleih. Wir hatten einen günstigen ausfindig gemacht und man war uns beim Preis auch etwas entgegengekommen. Wir mieteten das Kayak für den ganzen Tag und machten uns auf zum Startplatz. Wir ruderten mit unserem Kayak ca. 30 min. am Ufer entlang zur Bucht, wo wir endlich das Captain Cook Denkmal bewundern konnten (kleine Besonderheit: es steht auf britischem Grund) und dort einige Zeit schnorchelten. Diesmal sahen wir u.a. einen riesigen Kofferfisch und Delfine. Abends ruderten wir zurück und dann war der Tag nach einem langem und netten Gespräch mit Vivianne auch schon zu Ende. Sie brachte uns nacher noch selbstgebackene Muffins mit Macadamia-Nuß-Banane und Schokolade. Einfach lecker! Am anderen Morgen hieß es Abschied nehmen von Big Island, die Insel, die uns aufgrund ihrer Vielfalt dann doch am meisten gefallen hatte. Manchmal ist Liebe auf dem zweiten Blick halt stärker. Nach der üblichen Warterei am Flughafen ging es dann nach Maui, der letzten Station unserer Hawaii-Reise.
Insel Maui Maui begrüßte uns direkt etwas holperig, denn wir kamen kurz vor der Landung in einige ziemlich heftige Luftlöcher. Auch die Landung war relativ grob, wir waren jedenfalls froh als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Am Kahului-Airport war ziemliches Gewusel, man merkte Maui schon an, dass es touristischer war, als Big Island. Als wir zu unserer Mietwagenfirma kamen, boten diese uns einen Minivan an, da kein anderes Fahrzeug mehr da sei. Ich dachte mir, mehr Platz für das gleiche Geld kann ja nicht schaden, und nahm das Angebot an. Allerdings war unser Fahrzeug dann doch eher ein Minivan nach amerikanischen Maßstäben, nach europäischen wohl eher ein Bus. Wir fuhren nach Kula zu unserer Unterkunft. Diese lag direkt am Fuße des Haleakala, leider an diesem Tage im Regen. Wir fühlten uns aber direkt wohl, weil auch leckere Begrüßungs-Muffins auf uns warteten. Abends bedankte ich mich noch bei unserem Vermieter, der aus dem Bundesstaat Washington stammte und ebenfalls sehr freundlich und sehr gut zu verstehen war. Nachdem wir ausgiebig einkaufen waren, gingen wir relativ früh ins Bett. Um 1.30 a.m. standen wir auf, pakten unsere Sachen und machten uns auf zum Haleakala. Es war überall noch stockdunkel und auf dem Weg zum Berg, hatten wir einen schöne Aussicht auf die erleuchtete Inselhauptstadt Kahului. Nach einer guten Stunde erreichten wir das Visitor Center am Halekala. Nach kurzer Überlegung fuhren wir aber noch etwas weiter hoch zum Gipfel auf 3.055 m Höhe. Es war ziemlich kalt und außer uns waren noch nicht viele Besucher dort. Wir blieben noch etwas im warmen Auto ehe wir uns einige Stufen weiter nach oben aufmachten. Mittlerweile wurde es auch immer voller aber wir hatten optimale Plätze erwischt. Nun konnte er also kommen, der Sonnenaufgang. Wir hatten gehört, dass man hier oben bei klarem Wetter einen der schönsten Sonnenaufgäge weltweit beobachten könnte. Sonnenaufgang am Haleakala (c) Nach 30 min. kam dann auch der Sonnenaufgang und es hatte sich wirklich gelohnt so früh aufzustehen. Ein einmaliges Farbspiel, das man auf jeden Fall miterleben sollte, wenn man Maui besucht. Danach haben wir uns noch etwas im Auto aufgewärmt und sind dann, zuächst im dichten Nebel, den Slideing Sands Trail gewandert. Wandern am Haleakala (c) Die Wanderung ging von 2920 auf 2560 m zum Kaluaokaoo-Crater hinunter (und nachher auch wieder hinauf!). Hier konnte man viele, auch blühende Silberschwerter sehen. Das Silversword ist die Nationalblume Hawaii´s und blüht nur einmal, kurz bevor sie stirbt. Außerdem gab es dort viele interessante Gesteinsfarben und Geröllpisten. Das Silberschwert engl. Silversword (c) Wir hatten uns gut eingecremt und so langsam wurde es auch heißer. Wir traten daher den Rückweg an und machten beim Verlassen des Haleakala National Parcs noch einen kurze Wanderung (20 min.) am Hosmer Grove Trail, wo man viele Baumarten und Pflanzen aus Nordamerika, Europa, Asien, Japan und Australien bewundern konnte. Danach fuhren wir nach Hause und haben uns wieder etwas aufgewärmt. Am zweiten Tag fuhren wir ganz früh zum Hana-Highway. Der Weg ist ziemlich bekannt und führt durch Regenwälder, dichten Bambus, vorbei an tropischen Pflanzen und bietet herrliche Aussichtspunkte mit Blick aufs Meer. Die Straße hat über 50 einspurige Brücken und über 600 Kurven, die Fahrt ist also nichts für schwache Nerven! Daher fuhr meine Frau! Unser erster Halt war am Keanae Arboretum, ein üppiges Seitental mit vielen exotischen Pflanzen. Sehr sehenswert, aber auch voller kleiner stechenden Plagegeister. Üppige Vegetation im Keanae Arboretum (c) Kurz dahinter ging es links ab nach Keanae, dieses Dorf ist noch sehr ursprünglich und hier am Strand sind die Wellen besonders hoch. In Wailua besichtigten wir noch eine alte Missionarskirche aus schwarzem Lavastein und die Coral Miracle Church, eine Kirche aus Korallenstein. Vom Highway aus, bietet sich außerdem eine schöne Aussicht auf den Ort. Wir passierten den Hana Airport, kurz dahinter folgten wir der Straße zum Meer zum Waianapanapa Parc. Dort fanden wir eine schwarzen Strand, wo man bei ruhiger See gut baden und schnorcheln kann. Leider war es bei uns recht rau und feucht. Wir gingen einen kleinen und kurzen Weg zu den Waianapanapa Caves, wo man Höhlen mit glasklarem Wasser findet. Einmal im Jahr färbt es sich allerdings rot, weil dann Millionen von Shrimps dort auftauchen. Zu diesem Spektakel gibt es auch eine Legende aus der hawaiianischen Mythologie. Kaihahulu-Beach, der rote Strand (c) Als nächstes fuhren wir zum roten Strand Kaihahulu-Beach bei Hana. Er liegt etwas versteckt und ist wirklich ein besonderes Highlight. Am besten lässt man sich den Weg von anderen Touristen oder Einheimischen erklären. Wichtig ist auch, dass man nicht den ersten kleinen Strandabschnitt für den Strand hält, man muss den Weg nämlich noch etwas weiter gehen, dann kommt man zu dem großen Strand. Er ist durch Felsen vom Meer abgeschirmt und bietet gute Bademöglichkeiten. Als wir da waren, war tummelte sich dort nur eine einsame Badenixe! Seven Pools, leider schlammig (c) Hinter Hana geht der Highway 360 in den Highway 31 über, die Straße wird deutlich schlechter und enger. Wir kurvten uns zu den Seven Pools durch. Diese Pools sind natürliche Becken, die klares Wasser und schöne, bunte Fische beinhalten sollen. Das Baden muss dort paradiesisch sein, leider sind sie bei schlechtem Wetter aus Sicherheitsgründen (u.a. Steinschlaggefahr) für das Baden gesperrt. Dies war ärgerlicherweise bei unserem Besuch der Fall. Wir konnten uns also nach einer kurzen Besichtigung wieder auf den Rückweg machen. Dieser war anstrengender als der Hinweg, da mittlerweile auch viel Gegenverkehr bestand und man vor den vielen einspurigen Brücken oft warten musste. Zu Hause angekommen, war der Tag praktisch beendet. Am Folgetag fuhren wir in den Südwesten Mauis, nach Lahaina. Die schöne Stadt war bis 1846 Hauptstadt von Hawaii, danach wurde sie eine bekannte Seefahrerstadt. Lahaina ist eine nette Stadt mit Einkaufsmöglichkeiten und Bars (c) Hier gibt es viel Trubel, Bars, Shops und einige historische Gebäude. Hier gönnten wir uns dann in einem Fischrestaurant direkt am Meer ein schmackhaftes und wirklich bezahlbares Essen, Sandra bestellte sich Mondfisch un | |||