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Kroatien - Klares blaues Wasser, felsige, steile Küsten, steinige Stände und doch lieblich grüne Landschaften.

(SM) Kroatien, ein Land mit Charme und Vielfalt. Gegensatz und Einklang sind hier so nah.

kroatien

Ankunft Flughafen Rijeka

Mit gerade einmal 1.20h Fugzeit ab Köln/Bonn (nach Rijeka) hat die Anreise schon ein Ende. Auf dem kleinen Flughafen Rijeka angekommen, folgt schon die erste Überraschung: Wir sind gar nicht in Rijeka, sondern auf der Insel Krk. Der Flughafen ist klein und beschaulich, wodurch die Hektik des Alltags in der Heimat zurückgelassen werden kann.

karte kroatien

Alles wirkt im ersten Moment irgendwie anders und doch ist es so bekannt. Die Menschen sind stets freundlich und zuvorkommend … und fast jeder spricht ein paar Worte deutsch. Den Mietwagen entgegengenommen, geht der Urlaub los. Auch im Straßenverkehr entdecken wir große Ähnlichkeiten zu Deutschland, denn in Geschwindigkeitsbegrenzungen stehen die Kroaten uns in nichts nach.

Doch schon allein die Autofahrt ist ein Erlebnis. Entlang der steilen Küstenstraße hat man einen traumhaften Blick auf Meer, Berge,  die vorgelagerten Inseln und die am Meer angesiedelten kleinen Städtchen. Unser Hotel liegt direkt am Meer. Und zwar so nah, dass man nur die schmale Straße überqueren muss. Trotz des betonierten Strandes ist der Blick aufs Meer ein Traum. Ich finde es ist das Beeindruckendste an diesem Land. Sowohl das Meer, als auch die Seen begegnen einem hier in einem freundlichen und schimmernden klaren Blau.

Ausflüge und Sehenswürdigkeiten

So soll unser erster Ausflug am nächsten Tag zu den Plitvicer Seen (Plitvicka Jezera) gehen. Hier wo schon Winnetou „zu Hause“ war, existiert ein wahres Naturparadies. Gut ausgebaute Wege und kleine Busse bringen einem diese schöne Landschaft Stück für Stück näher. Auf schmalen Holzstegen wandert man über das Wasser hinweg von Wasserfall zu Wasserfall. Verfolgt von neugierigen Fischen, die einen auf Schritt und Tritt folgen.

plitvice

Bild: Plitvice - einmalige Blau- und Grüntöne zwischen Wasserfällen (c)

Auch wenn sich an schönen Tagen bis zu 10.000 Menschen hier tummeln, kann man die weitläufige Landschaft und deren Bewohner in Ruhe genießen und beobachten. Naturschutz steht hier an oberster Stelle. Angeln und Schwimmen sind strengstens verboten. Aber nur so kann man auch sicher sein, dass noch viele tausend Menschen dieses Wunder bestaunen können.

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Bild: Ein Blick von oben auf eine Seenlandschaft in Plitvice (c)

Ein anderes, sehenswertes Ausflugsziel ist die kleine, der Stadt Pula vorgelagerte, Insel Brijuni. Nur wenige Kilometer von Pula entfernt, war diese Insel einst die Residenz des ehemaligen jugoslawischen Staatschefs Josip Broz Tito. Hier hat er viele Staatsbesuche empfangen und seine ganzen Gastgeschenke gesammelt. Mit regelmäßig übersetzenden Booten ist die Insel heutzutage gut zu erreichen.

Direkt an der Promenade stehen prachtvolle Häuser in denen jetzt Hotels und Cafes untergebracht sind. Außerdem gibt es noch einige Hinweisschilder z.B. auf eine kleine Kapelle und ein Museum. Mit einer flotten Bimmelbahn kann man (inkl. einem der verschiedenen Landes- sprachen mächtigen Touri-Guides) die Insel erkunden.

Eine andere, sportlichere Möglichkeit, ist das Erkunden mit dem Fahrrad. Wenn man dem Anfang der Promenade ein Stück folgt, kommt man zu einem kleinen Fahrradverleih. Hier kann man sich für wenig Geld ein einfaches blaues Fahrrad ausleihen. Über ein kleines „Straßennetz“ aus geteerten Straßen kann man die ganze Insel bestaunen.

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Bild: Brijuni kann man gut mit einem Leihfahrrad erkunden (c)

Entlang der Küste hat man wieder eine traumhafte Sicht aufs Meer. Überall am Rand brüten Möwen und andere Seevögel. Die Insel besteht zu einem großen Teil aus einem Golfplatz. Hier ist sogar ein Rudel Rehe heimisch. Mittags liegen sie faul unter den Bäumen und genießen den kühlen Schatten. Ein Stück weiter trifft man auf ein großes Tor. Ein kleiner Tierpark beheimatet alle die Tiere, die dem Staatschef zum Geschenk gemacht wurden. Noch heute leben hier Zebras, Büffel, Pferde, Strauße und sogar ein Elefant. Ein Besuch lohnt sich! Und ein Tag ist schneller rum als man sich vorstellt.

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Bild: Diese hübschen Zebras findet man nicht in Afrika, sondern auf Brijuni (c)

Lohnenswerte Ausflugsmöglichkeiten bieten noch viele der vorgelagerten Inseln. Eine weitere bietet uns, die unserem Hotel-Strand gegenüber gelegene Insel Krk. Die Hinfahrt führt uns über eine mautpflichtige Brücke zurück zum Flughafen auf dem wir beim Hinflug gelandet sind. Diesmal biegen wir in die andere Richtung ab und erfahren nach und nach wie grün diese Insel wirklich ist. Sieht sie vom Festland doch sehr karg und trocken aus, so ist es im Inneren sehr grün.

Sehenswert ist die Hauptstadt der Insel, Krk-Stadt. Die von den Römern gegründete Stadt besteht aus großen alten Stadtmauern die prachtvolle Gebäude, Kirchen und Paläste umragen. In den kleinen verwinkelten Gassen findet man immer wieder interessante Läden mit Souvenirs und Erinnerungen für zu Hause. Aber auch die einzelnen Stände zum Hafen hin und auf der Promenade bieten kleine Geschenke und Leckereien für die Daheimgebliebenen.

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Bild: Schattige Gässchen in der Stadt (c)

Auf der Weiterfahrt über die Insel kommt man noch an vielen solcher Stände vorbei. Diese laden dazu ein einfach mal auszusteigen, sich die Füße zu vertreten und Honig, Schnaps und Marmelade einzukaufen. Am anderen Ende der Insel, bei Baška,  findet man einen wunderschönen Kieselbadestrand das schöne klare blaue Wasser lädt förmlich dazu ein hineinzuspringen.

Kleine, neugierige Fische sind schnell zur Stelle, wenn Badende mit ihren Füßen den Sand aufwirbeln um sich dann etwas Essbares herauszupicken. Und auch auf der Rückfahrt findet man viele schöne und sehenswerte Stellen, die zum Rasten einladen.

Aber nicht nur Brijuni und Krk sind sehenswert. Mit guten Fährverbindungen, die in der Saison regelmäßig verkehren, gelangt man schnell und einfach auf die vielen anderen Inseln. Inseln wie Rab, Cres, Pag und Lošinj sind sehr vielseitig und ebenfalls traumhaft schön.

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Bild: Bei Deutschen sehr beliebt: Rab (c)

Am Festland sollte man, wenn man genügend Zeit mitbringt, sich auf jeden Fall über die Küstenstraßen fortbewegen. Sie bieten im Gegensatz zu den mautpflichtigen Autobahnen ein traumhaftes Panorama, welches zu vielen Erinnerungsfotos einlädt.

Wenn es mal regnet

In Städten wie Opatija und Rijeka gibt es viele Möglichkeiten, die auch an regnerischen Tagen den Urlaub ausfüllen. So kann man beim Schlendern durch die Straßen noch das ein oder andere interessante kleine Museum entdecken.

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Bild: Opatija, Kroatien mit einem Hauch Österreich und Italien (c)

Das waren jetzt nur Eindrücke aus der Kvarner Bucht und Istrien. Der Süden von Kroatien hat mit Sicherheit auch noch mal so viel zu bieten.

Aber davon soll ein anderer berichten! Auswandern nach Kroatien könnte ich mir sehr gut vorstellen, aber Kroatisch ist keine leichte Sprache.

(c) Sandra Meier. Kontaktieren Sie die Autorin unter sandra(at)auswandern-nach.net

 

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