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Südafrika - der lange Weg zur Regenbogennation

(EM) Südafrika ist eine Republik an der Südspitze Afrikas. Das Land wird im Süden vom Indischen Ozean und im Westen vom Atlantik begrenzt. Nachbarländer von Südafrika sind Namibia, Botswana, Simbabwe, Mosambik und Swasiland. Lesotho ist ein eigener Staat und wird als Enklave von der Republik Südafrika vollständig umschlossen. Südafrika ist ein Vielvölkerstaat. Offizielle Amtssprachen sind Afrikaans, Englisch, isiNdebele, isiXhosa, isiZulu, Nord-Sotho, Süd-Sotho, Setswana, Siswati, Tshivenda und Xitsonga. Englisch kommt die Funktion als Völker übergreifende Verständigungssprache zu gute. Südafrika ist föderal organisiert und in Provinzen eingeteilt, diese sind: Western Cape (Kapstadt), Northern Cape (Kimberley), Eastern Cape (Bisho), KwaZulu-Natal (Pietermaritzburg), Free State (Bloemfontein), North West (Mafikeng), Gauteng (Johannesburg), Mpumalanga (Nelspruit) und Limpopo (Polokwane).

Bezahlt wird in Südafrika mit dem Rand, die Internetendung des Landes ist .za, genauso wie das Kfz-Kennzeichen. Südafrika war lange geprägt von der Apartheid, der Trennung von Schwarzen und Weißen. Die wenigen Weißen genossen Privilegien gegen über der Schwarzen Bevölkerungsmehrheit. Dieses System wurde erst 1990 beendet. Damit wurde auch die internationale Isolierung Südafrikas beendet und der Freiheitskämpfer Nelson Mandela 1994 zum ersten schwarzen Präsidenten gewählt. Politisch ist Südafrika von einer toleranten Einstellung geleitet. Die Menschenrechte, die Gewaltenteilung und Gleichberechtigung sind in der Verfassung verankert. Allerdings ist die Praxis immer noch von einer großen Ungleichheit und Gewalt geprägt, besonders in den Städten und Townships. Auch die HIV-Infizierungsquote ist hoch.
Wirtschaftlich ist Südafrika trotzdem der bedeutendste Staat Afrikas. Das Land ist reich an Bodenschätzen wie Chrom, Diamanten, Eisenerz, Gold, Kohle und Platin. Das Land weist außerdem ein stabiles Finanz- und Rechtssystem auf und profitiert von einer guten Infrastruktur.
Seit dem Ende der Apartheid sind Reisen nach Südafrika im Trend. Das Land biete herrliche Natur, Strände und schöne Städte. Hauptziele sind Kapstadt mit seinem Tafelberg und dem Kap der guten Hoffnung. Am Fuße des Tafelberges finden man den Botanischen Garten Kirstenbosch.
Der Hafen ist zum Teil noch im viktorianischen Stil, hier findet man auch Museen und Restaurants. Dort liegt auch das Two Oceans Aquarium. In der Innenstadt Kapstadt kann man das Castle of Good Hope besuchen, eine barocke Festung. Einen Besuch wert ist auch die St. Geoges Cathedral, die Nationalgalerie und das Nationalmuseum. Auch Robben Island, eine ehemalige Gefängnisinsel (hier war Nelson Mandela) gefangen, zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Schöne Strände findet man in den Vororten Camps Bay und Clifton.

Bild: Das Voortrekker-Denkmal erinnert an die burischen Pioniere, die vor den Briten flüchteten
Pretoria (Tshwane) ist die Hauptstadt Südafrikas. Hier kann man historische und architektonische Sehenswürdigkeiten besuchen. Zum Beispiel der Justizpalast, das Hauptpostamt, das Old Capitol Theatre, das Alte Rathaus, die Union Buildings (Regierungssitz), das Voortrekker-Denkmal und das Melrose House. Am Church Square kann man das Standbild des ehemaligen Präsidenten Paul Krüger besichtigen. Pretoria ist berühmt für seine Jacaranda-Bäume, die im Frühjahr (ab Oktober) malvenfarben blühen.
Der Krüger-Nationalpark eignet sich für Safaris und Exkursionen. Hier findet man die typische afrikanische Tierwelt. Bekannt ist auch die Reise entlang der Garden Route, die Drakensberge und das Weinland. Der südafrikanische Wein ist weltbekannt, die Weingüter können zum Teil besichtigt werden. Die Sandstrände am Indischen Ozean eignen sich für einen schönen Badeurlaub. Auswandern nach Südafrika sollte man aber erst, wenn man Land und Leute gut kennt. Auch die Probleme des Landes sollten einem bekannt sein.
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